Orgel und Organistin des Monats November 2026
Die Orgel der Pfarrkirche St. Peter in Klagenfurt mit Elisabeth Urabl
Gerda Heger war mit Elisabeth Urabl in St. Peter in Klagenfurt:
Liebe Elisabeth, du spielst regelmäßig hier in St. Peter, wie kam es dazu, dass du Organistin wurdest?
Aus einer musikalischen Familie entsprungen, begann ich 1956 mit 8 Jahren regelmäßig in der Stadtpfarrkirche Bleiburg, Orgel zu spielen. Prof. Silvo Mihelic hat mein das Talent erkannt und sich darum bemüht, dass ich mich als junges Mädchen im Gottesdienst und an der Orgel zurechtfand. Mit 14 Jahren übernahm ich bis 1973 die Kirchenchöre und spielte jeden Sonntag drei Gottesdienste, dazu Begräbnisse und Hochzeiten. 1975 heiratete ich und meine Schwester Veronika übernahm die Aufgaben in Bleiburg.
Nach vielen Jahren Pause bin ich dann in Maria Saal und St. Michael am Zollfeld wieder aktiv geworden. So hat es sich im Laufe der Zeit ergeben, dass ich an viele verschiedene Kirchen gerufen wurde: unter anderem Kapuzinerkirche, Franziskusheim, St. Hemma, Friesach, jeden 13. in der Blutkirche in Friesach, Grafenstein, Poggersdorf, Thon, Ottmanach, Timenitz, Karnburg, Ponfeld, Trebesing, Maria Pulst, Maria Wörth, Viktring, Christkönigkirche in Klagenfurt und St. Peter.
Hier in St. Peter fühle ich mich besonders wohl und willkommen.
Dass ich mit Herz und Seele am Werk ist, spüren und hören viele Menschen. Pfarrer Olip aus Bleiburg sagte einmal: „Dir gelingt, dem Lied eine Seele einzuhauchen“. Viele Briefe und persönliche Schreiben an mich zeugen von großer Dankbarkeit für meinen Einsatz und meine Bereitschaft, mit dem Orgelspiel die Gottesdienste zu bereichern.
Immer auf der Suche nach neuen Stücken und neuen Herausforderungen, spiele ich aus Leidenschaft, weil ich spüre, dass diese Aufgabe eine wichtige ist, und weil ich Sonntag für Sonntag bereit bin, den Dienst an der Orgel auszuüben, besonders hier in St. Peter, wo ich herzlich aufgenommen wurde. Am 4. Oktober bekam ich die Goldene Cäcilien-Medaille überreicht, das hat mich sehr berührt und ich freue mich über diese Anerkennung.
Die Orgel in St. Peter wurde 1961 von der Firma Novak erbaut und hat eine elektropneumatische Register- und Spieltraktur, 20 Register und 2 Manuale.
Disposition:
Manual I - Principal 8´, Gedeckt 8´, Oktav 4´, Flöte 4´, Sup. Oktav 2´, Mixtur 1 1/3´, Trompete 8´;
Manual II - Rohrflöte 8´, Salicional 8´, lt. Principal 4´, Sesquialtera 2 2/3´, Nachthorn 2´, Zimbel 1´;
Pedal - Subbas 16´, Oktavbass 8´, Bassflöte 8´, Quintbass 5 1/3´, Choralbass 4´, Choralflöte 4´, Liebl. Posaune 16´;
Spielhilfen, Koppeln: Man. Koppel II-I, Ped. Kopp. II, Ob. Okt. Kopp. II-I, Unt. Okt. Kopp. II-I, Piano, Mezzo-Forte, Forte, Pleno, Freie Comb. ein, Cresc. ein, Ped. Umsch. ein, Oktav Kopp. ab, Zungen ab, Crescendowalze, Auslöser;