Orgel und Organistin des Monats Juli 2026
Die Orgeln der Domkirche und Basilika St. Andrä mit Liane Hassler
Gerda Heger war zu Gast bei Liane Hasser, die in St. Andrä sowohl in der Domkirche als auch in der Basilika als Organistin tätig ist:
Liebe Liane, du spielt regelmäßig hier in St. Andrä, wie kam es, dass du Organistin wurdest?
Mit 10 Jahren lernte ich Klavier, dann war ich 4 Jahre am Konservatorium und hab dann in Wien an der Musikhochschule, wie sie damals noch hieß, Schulmusik studiert und als Zweitfach Blockflöte.
Schon mit 17 Jahren war ich bei einem Orgelkurs bei Hedwig Stückler, die damals im BORG einen Gruppenkurs für interessierte Klavierschüler angeboten hatte, und das hat mir damals schon gut gefallen. Beruflich war ich Klavierlehrerin in der Musikschule in St. Andrä und im Alter von 48 Jahren hatte ich das Bedürfnis, Orgelspielen zu lernen. Bei Johann Joham nahm ich dann Orgelunterricht in St. Paul im Lavanttal und meine erste Messe spielte ich am Allerseelentag in St. Georgen, wo ich dann in Folge auch öfter sonntags spielte, das war vor ca. 10 Jahren. Dann hab ich begonnen, in St. Andrä zu spielen und seither wir sind wir drei Organisten, nämlich außer mir noch Christian Theuermann und Renate Döllinger. In dieser Zeit habe ich auch den Domchor öfter an der Orgel begleitet, den damals Martina Ragger leitete. Und seit mittlerweile ca. 10 Jahren bin ich jetzt auch Chorleiterin des Domchores. Bei der Chorakademie in Ossiach war ich zur Weiterbildung, um das nötige Werkzeug aufzufrischen.
Im Kirchenchor sind wir zur Zeit ca. 20 SängerInnen. Wir gestalten die kirchlichen Hochfeste wie Ostersonntag, Pfingstsonntag, Fronleichnam, Firmung, Christkönig, Weihnachten, auch den Gründonnerstag. Ich versuche abwechslungsreiche Musik einzustudieren quer durch die Epochen. Bei der Firmung singen wir eher flotte, rhythmusbetonte Werke. Ansonsten versuche ich, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.
Orgel der Domkirche St. Andrä:
erbaut von der Orgelbaufirma Matthäus Mauracher im Jahr 1902, letzte Restaurationsarbeiten wurden 2007/2008 von Wolfgang Bodem durchgeführt.
Hängeventillade, pneumatische Spiel- und Registertraktur, 23 Register auf 2 Manualen;
Spielhilfen - Normalkoppeln II/I, II/P, I/P, Superoctavkoppel I, Suboctavkoppel II, Suboctavkoppel II/I, Superoctavkoppel I/P, Rohrwerk-Coppel (Zungenabsteller); feste Kombinationen P,F, FF, Auslöser
Manuale:2, C-f3
Pedal:C-d', 27 Töne
Spielhilfen, Koppeln:Normalkoppeln: II/I; II/P, I/P
Oktavkoppeln: Superoctavkoppel I, Suboctavkoppel II, Suboctavkoppel II/I; Superoctavkoppel I/P
Rohrwerk-Coppel (Zungenabsteller)
feste Kombinationen: P., F., F.F (Tutti), Auslöser;
Manual I: Bordun 16´, Principal 8´, Gedackt 8´, Salicional 8´, Viola di Gamba 8´, Octave 4´, Rohrflöte 4´, Rausch-Quint 2-fach 2 2/3´, Mixtur 2´, Trompete 8´, Calcant (Glocke);
Manual II: Geigen-Principal 8´, Dolzflöte 8´, Philomela 8´, Aeoline 8', Vox coelestis 8', Prestant 4', Flauto Dolce 4', Cornett 4';
Pedal: Principal Bass 16', Subbass 16', Violon 16', Cello 8', Posaune 16';
Orgel der Basilika St. Andrä:
Die Orgel stammt aus dem Jahre 1883 von Martin Hechenberger aus Passau. Das 2-manualige Werk weist eine mechanische Register- und Spieltraktur auf:
Manual I: Principal 8´, Gamba 8´, Octav 4´, Bordon 16´, Filomele 8´, Copel 8´, Flöte 4´, Mixtur 2´ 5-7fach, Sub. Octav 2´, Quint 2 2/3´;
Manual II: Geigenprincipal 8´, Flöte travers 4´, Lib. Gedakt 8´, Salicet 8´, Prestant 4´;
Pedal: Violon 16´, Subbaß 16´, Octavbaß 8´;
Koppel: Manualcoppel 1-2, Manualcoppel 2: