Organisation

Katholische Aktion

„Kärntens Gläubige appellieren an Rom“

Ergebnis der Petition

Am 29. Juni 2019 startete die Katholische Aktion Kärnten die Petition „Kärntens Gläubige appellieren an Rom“. Nun, nach einem Monat wurde die Petition zum festgelegten Zeitpunkt mit 5.055 Stimmen geschlossen.

Petitionsinhalt

5.055 Stimmen sprachen sich dennoch gemeinsam für eine aufrichtige Klärung der Vorgänge vergangener Jahre aus. Bei jeder Handlung und Entscheidung in Bezug auf die neue Kirchenleitung soll das Wohl unserer katholischen Kirche einschließlich unserer Diözese der oberste Maßstab sein. Außerdem soll jede künftige Entscheidung transparent, nachvollziehbar und für alle Gläubigen verständlich transportiert werden.

All dies sind Forderungen, die einer zeitgemäßen und wertschätzenden Organisationsführung Rechnung tragen und die Katholische Kirche wieder oder hoffentlich weiterhin für das Leben der Menschen in Kärnten bedeutsam machen. Kirche manifestiert sich durch unterschiedlichste Menschen, Werke und Taten in unserem Land.

Aussagen zur Petition

„Diesen Menschen und vor allem auch jenen, die mit ihrer Zugehörigkeit zur katholischen Kirche gerade ringen, wollten wir mit dieser Petition Gehör verschaffen. Außerdem war es uns wichtig aufzuzeigen, dass sie mit ihren Bedenken, Befürchtungen und Ängsten nicht alleine gelassen werden und es noch Hoffnung vor dem Austritt gibt. Denn Hoffnung ist seit Jahrhunderten eine besondere Stärke der Laien.“ Erklärt Iris Straßer, Präsidentin der Katholischen Aktion, die Grundintension.

„Trotz Urlaubszeit und Hauptsaison in Landwirtschaft und Tourismus haben sich über 5.000 Menschen für unsere Kirche eingesetzt, über die Zukunft nachgedacht, diskutiert und sind Netzwerker für den Glauben.“ Bedankt sich Ani Boštjančič, Vorsitzende Katoliška akcija.

Zahlen und Daten

Besonders bedankt sich die Katholische Aktion bei jenen Gläubigen und Priestern, die aktiv Menschen angesprochen haben. 50% der Stimmen wurden nicht online, sondern über Unterschriftenbögen in ganz Kärnten gesammelt. Am meisten Unterschriften wurden aus Klagenfurt-Stadt, Spittal/Drau, Klagenfurt Land und St. Veit/Glan registriert. Am wenigsten Kärntner Petitionsstimmen kamen aus dem Bezirk Feldkirchen.

48% der online-Stimmen gaben an, selbst direkt betroffen zu sein oder sich gar verantwortlich zu fühlen, woraus sich schließen lässt, dass die Petition als Ventil für den eigenen Unmut oder vielleicht noch „der letzte Schritt vor dem Austritt“ ist.

1.131 Kommentare wurden miteinander geteilt und zeigen den dringenden Bedarf der direkten Kommunikation, der durch das lange Schweigen Roms nur weiter verstärkt wird.

Weiteres

Dank und Wertschätzung spricht die KA Kärnten auch jenen aus, die ihre Kritik an der Petition offen geäußert und den Dialog gesucht haben. Damit Kirche zukunftsfähig wird, braucht es gerade diese offene und aufrichtige Auseinandersetzung, die zeigt, was uns eint und was uns trennt.

Als nächster Schritt steht die Übergabe der Petition inklusive der Kommentare an den Nuntius als Vertreter Roms an. Über das Zustandekommen eines Termins informieren wir zeitgerecht. Thematisch widmet sich die Katholische Aktion weiter der Frage, wie wir als Menschen miteinander umgehen, wie Sprache Wirklichkeit schafft und was das für uns als ChristInnen im Miteinander sowie als mündige BürgerInnen, gerade mit Blick auf die Wahlen im September heißt.

Veranstaltung: Sprache schafft Wirklichkeit - Die Macht politischer Diskurse / Political Framing mit Dr.in Kathrin Stainer-Hämmerle und Peter Plaikner am 13.8.2019, von 9.00 bis 17.00 Uhr.

Für weitere Fragen und Informationen: Angela Rosenzopf-Schurian, Tel. 0676-87722400 oder angela.rosenzopf-schurian@kath-kirche-kaernten.at