Katholische Aktion Kärnten fordert: Familien brauchen mehr Unterstützung
Kinder brauchen Ferien, Eltern brauchen Verlässlichkeit.
Zu Beginn der Sommerferien weist die Katholische Aktion Kärnten auf die Herausforderungen hin, vor denen viele Familien in den kommenden Wochen stehen. Während sich Kinder und Jugendliche auf neun Wochen schulfreie Zeit freuen, müssen zahlreiche Eltern Beruf, Familienleben und Kinderbetreuung miteinander vereinbaren. Besonders Alleinerziehende und Familien ohne unterstützendes Betreuungsnetzwerk geraten dabei organisatorisch, zeitlich und finanziell oft an ihre Grenzen.
"Familien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, dass die Herausforderungen der Sommerbetreuung nicht allein auf den Schultern der Eltern lasten. Es braucht gemeinsame Lösungen von Politik, Arbeitgebern, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen", betont die Katholische Aktion Kärnten.
Der Vorstand der Katholischen Aktion Kärnten (KA) sieht deshalb auch die Diskussion über eine Vorverlegung der Sommerferien kritisch. "Eine Verschiebung des Ferienbeginns löst die eigentlichen Herausforderungen von Familien nicht. Entscheidend ist vielmehr, dass während der gesamten Ferienzeit ausreichend qualitativ hochwertige Betreuungs- und Bildungsangebote zur Verfügung stehen" betont Präsident Marc Germeshausen, und ergänzt:
"Dafür braucht es ein gemeinsames Engagement von Bund, Ländern, Gemeinden, Schulen, Vereinen, Betrieben und kirchlichen Organisationen. Anstatt über den Ferienbeginn zu diskutieren, sollten Ferienprogramme weiter ausgebaut werden." Konkret nennt Germeshausen etwa geförderte Schwimmkurse, Kreativ- und Sportangebote, Natur- und Technikworkshops und Sprachkurse. "Solche Angebote fördern Kinder, stärken ihre sozialen Kompetenzen und entlasten gleichzeitig Familien", so Marc Germeshausen.
Des Weiteren weist die Katholische Aktion Kärnten auf konkrete Angebote der Katholischen Kirche Kärnten/ Katoliška cerkev Koroška hin:
Die Katholische Kirche Kärnten unterstützt Familien mit vielfältigen und bewährten Ferienangeboten. Diese Leistungen entlasten nicht nur Eltern, sondern ermöglichen Kindern auch unvergessliche Ferienerlebnisse, Gemeinschaftserfahrungen und eine sinnvolle Freizeitgestaltung.
Beispiele dafür sind das Pfarr-Sommercamp in St. Jakob an der Straße ( MEHR Information) sowie die Kinder-Ferien-Kirche des Pfarrverbands Grafenstein (Link zur Pfarrwebsite). Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren erwartet eine abwechslungsreiche Ferienwoche mit Ausflügen, Wasserspaß, kreativen Aktivitäten und gemeinsamen Spielen. Die Betreuung von 8 bis 17 Uhr (darüber hinaus nach Absprache) bietet insbesondere berufstätigen Eltern eine wertvolle Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der Katholische Familienverband Kärnten bietet mit seinem Omadienst eine flexible und familiennahe Unterstützung an. Dabei werden Kinder im häuslichen Umfeld betreut und Familien werden entlastet, wo Unterstützung besonders dringend gebraucht wird.
Die Katholische Aktion Kärnten weist außerdem darauf hin, dass Familien mit geringerem Einkommen finanzielle Fördermöglichkeiten für Ferienbetreuungsangebote über das Familienreferat des Landes Kärnten in Anspruch nehmen können. Damit soll sichergestellt werden, dass hochwertige Ferienbetreuung nicht am Einkommen der Eltern scheitert.
"Kinder brauchen Ferien, Eltern brauchen Verlässlichkeit. Eine familienfreundliche Gesellschaft zeigt sich daran, wie gut sie Familien gerade in herausfordernden Zeiten unterstützt. Die kirchlichen Angebote leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig dürfen wir die Verantwortung nicht allein auf Familien oder einzelne Organisationen übertragen. Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Familien stärken und entlasten", so die Katholische Aktion Kärnten abschließend.