Zielgruppe und Methode

HIPPY wendet sich direkt an die Eltern. Jede Familie wird einmal wöchentlich von einer Mitarbeiterin mit ähnlichem soziokulturellen Hintergrund besucht und bei Bedarf muttersprachlich betreut. In der Praxis sind insbesondere Mütter mit Migrationshintergrund die Hauptzielgruppe, da diese traditionell nur zu einem geringem Prozentsatz berufstätig sind, sich hauptsächlich über ihre Rolle als Mutter und Hausfrau definieren und wenig Gebrauch von Beratungs-, Informations- und Bildungsangeboten machen.

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
HIPPY international

Das Wohlergehen ihrer Kinder liegt in ihrem Verantwortungsbereich. Innerfamiliäre Bildungsaktivitäten trauen sie sich aufgrund der traditionellen Rollenaufteilung in der Familie sowie durch den eingeschränkten Zugang zu Bildung und pädagogischem Wissen jedoch kaum zu. Unsicherheiten und Hemmungen im deutschen Sprachgebrauch kommen meist hinzu.

Hilfe zur Selbsthilfe, lautet das Motto.

Es geht um Empowerment der Frauen!

Einerseits geht es darum, dass Frauen als Mütter aufgrund der aufsuchenden Bildungsarbeit ihre Aufgabe als Vorbildfunktion wahrnehmen können und sich befähigt fühlen, ihre Kinder selbst zu fördern. Die HIPPY-Trainerin macht die Mutter mit den didaktisch ausgereiften, deutschsprachigen Spiel- und Lernmaterialien vertraut und unterstützt sie in ihren familiären Bildungsaktivitäten. Mit der Zeit sehen die Eltern messbare Erfolge, werden dadurch motiviert  und können sich mit dem HIPPY-Programm identifizieren. Die Erziehenden erleben die positiven Leistungen ihrer Kinder und erfahren sich selbst als wertvolle Lehrerin bzw. wertvoller Lehrer, wodurch das eigene Selbstbewusstsein gesteigert wird.

Andererseits geht es bei HIPPY darum, eine aktive Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund an Gesellschaft und Berufsleben voranzutreiben.