Bildung für aktives Alter(n)

 (© Foto: pixabay/huskyherz)
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In den letzten Jahrzehnten ist die Lebenserwartung in Österreich um rund 10 Lebensjahre auf nunmehr rund 80 Jahre, gestiegen. Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich laut Eurostat im Jahr 2030 fast verdoppelt haben.

Der demografische Wandel und die deutlich gestiegene Lebenserwartung eröffnen neue Möglichkeiten, Perspektiven und Facetten der Lebensqualität. Die nachberufliche Lebensphase bedeutet als biografisches Kapitel eine Vielfalt an unterschiedlichen Lebens- und Alltagskonzepten und eine Vielzahl an Veränderungen, die einen großen Mehrwert mit sich bringen können.

Für viele Menschen geht der nachberufliche Lebensabschnitt mit einer neuen Unabhängigkeit und dem Gefühl einer „späten Freiheit“ einher. Aber auch für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft kann die nachberufliche Lebensphase eine Stütze aufgrund kostbarer Lebenserfahrung, verfügbarer Zeit, aktiver Teilhabe am gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Leben darstellen.

Bildung für ein aktives Altern bedeutet auf gesellschaftlicher aber auch auf individueller Ebene der Frage nachzugehen, wie wir alt werden wollen und welche sinnstiftende Qualität der nachberufliche Lebensabschnitt erhält. Bildung im Alter verfolgt durch vielfältige Impulse und unterschiedlichste Bildungsangebote die Ziele

  • die Bedürfnisse, Interessen und Ressourcen älterer Menschen in den Mittelpunkt zu stellen
  • Raum zu schaffen, um das eigene Älterwerden zu reflektieren
  • das defizitäre Altersbild aufzubrechen und realistisch zu thematisieren (Mitgestaltung eines positiven gesellschaftlichen Bildes der älteren Generation)
  • die Lebensqualität und das Wohlbefinden alternder Menschen zu fördern bzw. aufrecht zu erhalten
  • Wissenszuwachs, Kompetenzerweiterung- und Orientierung im Alter zu ermöglichen
  • Entfaltungs- und Engagementmöglichkeiten zu eröffnen, die das Leben bereichern
  • Gelegenheiten für Kommunikation und Austausch zu schaffen

Altsein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was Anfangen heißt. (Martin Buber)