Fernsehen, Handy und Co…

Der "richtige" Umgang mit den Medien

Großer Andrang herrschte bei der Fortbildung „Umgang mit Medien“ mit der Referentin Mag. Dr. Caroline Weberhofer in der Pfarre St Nikolai in Villach.

In unserer Kindheit gab es weder Internet, Smartphones noch Tablets. Auch das Kinderfernsehprogramm war nicht länger als 30 Minuten, deshalb war der Medienkonsum für uns Kinder nicht bzw. kaum vorhanden. Heutzutage stellt uns ein rund um die Uhr und überall abrufbares Kindermedienprogramm vor große erzieherische Herausforderungen.
Kinder unter 6 Jahren sollten nicht mehr als eine halbe Stunde am Tag vor dem Fernseher, dem Tablet und Co sitzen, Kinder bis 14 Jahre nicht länger als eine Stunde pro Tag. Während dieser Zeit lernen sie nämlich so gut wie nichts, im Gegensatz zur jener Zeit, in der sie spielen, turnen, singen, sprechen oder mit anderen Kindern zusammen sind.
Aber nicht nur die Menge und Verfügbarkeit an Medien hat sich verändert, sondern auch die Art wie Kinderprogramm gemacht wird. Wir kennen noch langsame Bilder wie z. B. aus Biene Maja und Werte in denen es um Nächstenliebe oder Mut geht. Heute zeigen viele Kinderprogramme viel zu schnelle Bilder, die ungesunden Stress auslösen und Werte die Konsum propagieren, Geschlechterrollen manifestieren oder wertlos sind.
"Bücher waren und sind noch immer die besten Medien", meinte die Referentin. Sie können in individueller Geschwindigkeit gelesen werden, man kann vor- und zurückblättern und die Bilder gemeinsam anschauen, ganz egal wie lange.

Ein „Happy-End“ ist für die Kinder von großer und wichtiger Bedeutung, das gilt für alle Medien. Es beruhigt und die Kinder bekommen dadurch Vertrauen, welches eine wichtige Stütze im täglichen Leben ist.
Am Ende wurden den HIPPY-Eltern noch wertvolle Tipps für den Medienalltag mitgeben. Abgerundet wurde der Vortrag durch eine Frage-Antwortrunde mit den Anwesenden.

 

Text: A. Schneider