Organisation

Katholisches Bildungswerk

Europäisches Jahr für “aktives Altern”

Barbara Mödritscher von Bundesminister Rudolf Hundstorfer zur Botschafterin ernannt

Mag.a Barbara Mödritscher, EU-Botschafterin für “aktives Altern und Generationensolidarität“ (© Foto: KH Kronawetter / Internetredaktion)
Mag.a Barbara Mödritscher, EU-Botschafterin für “aktives Altern und Generationensolidarität“ (© Foto: KH Kronawetter / Internetredaktion)

Mag.a Barbara Mödritscher wurde auf Grund ihres Engagements in ihrer Arbeit als Gerontologin und Verantwortliche für SeniorInnenbildung im Katholischen Bildungswerk Kärnten von Bundesminister Hundstorfer zur Botschafterin für das EU-Jahr 2012 bestellt. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit besonders für die Chancen einer langlebigen Gesellschaft zu sensibilisieren, denn es gibt eine Vielfalt an Möglichkeiten zur Gestaltung des Alter(n)s in den unterschiedlichsten Dimensionen.

Anlass für diesen Jahresschwerpunkt ist die starke demografische Alterung in der Europäischen Union. Ab 2012 beginnt in Europa die  Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter abzunehmen, während die Zahl der über 60-Jährigen jährlich um etwa 2 Millionen zunehmen wird. Der stärkste Anstieg wird zwischen 2015 und 2035 erwartet, wenn die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand eintreten. Kärnten ist zudem von einer starken Abwanderungsbewegung der jungen Menschen betroffen.
Die Finanzierung des Gesundheitswesen und der Pensionen ist in diesem Kontext die größte Herausforderung für Politik und Gesellschaft.

Großes Entwicklungspotential für ältere Menschen

Mag.a Mödritscher: „Das in den Medien vorwiegend negativ gezeichnete Bild des Alter(n)s könnte auf lange Sicht die Solidarität zwischen den Generationen gefährden.. Zudem beeinflusst die defizitäre Betrachtungsweise der Lebensphase Alter das Selbstbild und Selbstvertrauen der älteren Menschen nachteilig. Der tatsächlich erhebliche Beitrag, den ältere Menschen in der Gesellschaft leisten, darf nicht vernachlässigt werden. Auf Grund meiner 10-jährigen Praxis sehe ich ein großes Entwicklungspotenzial bis ins hohe Alter und bei entsprechenden Rahmenbedingungen können und wollen sich alte Menschen in die Gesellschaft einbringen.“