Organisation

Referat für Tourismusseelsorge

Zwischen Herausforderung und Entschleunigung

Alpe Adria Trail nach Bovec

Beim Alpe-Adria-Trail gilt es stets, die Balance zwischen Bewegung und Innehalten zu finden: Einerseits fordern die oft anspruchsvollen Tagesetappen über die Berge Kraft und Ausdauer, andererseits lädt die einzigartige Landschaft dazu ein, bewusst langsamer zu werden. Den Blick in die Ferne schweifen zu lassen, die Weite der Natur zu genießen und ihre vielfältigen Eindrücke mit allen Sinnen aufzunehmen – die blühenden Wiesen, den würzigen Duft des Waldes und das sanfte Vogelgezwitscher entlang des Weges.

An Herausforderungen kann man wachsen – körperlich wie seelisch. Sie lassen uns entdecken, wessen wir fähig sind, welche ungeahnten Kräfte in uns schlummern, zeigen uns mitunter aber auch ganz deutlich unsere Grenzen auf. Solche und ähnliche Gedanken mögen die Teilnehmer der dreitägigen Wanderung entlang des Alpe-Adria-Trails vom Baumgartnerhof oberhalb von Finkenstein über die Grenze nach Kranjska Gora und weiter über den Vršič-Pass und durch das Sočatal bis nach Bovec begleitet haben.

In nachhaltiger Erinnerung bleiben dabei nicht nur die körperlichen Strapazen der täglich zurückgelegten Etappen und die spektakuläre Transferfahrt über den Vršič-Pass, die auch den Busfahrern einiges an Können und Konzentration abverlangte, sondern vor allem die beeindruckenden Naturerlebnisse: die majestätische Bergwelt der Julischen Alpen, das türkisfarbene Wasser der Soča und die vielen Momente bewussten Wahrnehmens entlang des Weges. Ebenso prägend war das Gefühl eines achtsamen Miteinanders – einer Gemeinschaft, die trägt und unterstützt, selbst dann, wenn die Beine schwer werden und jeder weitere Schritt Überwindung kostet.

(Monika Gschwandner-Elkins)