Organisation

Referat für Tourismusseelsorge

Sommerliches GEH.rede am Goldeck

Die alpine Pflanzenwelt präsentierte sich in ihrem schönsten Farbenkleid und auf den Almmatten leuchtete die rostblättrige Alpenrose in den herrlichsten roten Farbnuancen. 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zu einer Wanderung am Spittaler Hausberg eingefunden, welche im Seetal bei der Wieserhütte mit einem stärkenden Frühstück und einem anschließenden Morgenlob von Monika Gschwandner begann. Gleich am Beginn des Weges konnte man den Blick nicht von der üppigen Blütenpracht lösen, die mit zahlreichen Motiven für ein unentwegtes fröhliches Klicken der Fotoapparate sorgte.

Vom Parkplatz Seetal wanderten wir Richtung Kapelleralm und Gusenalm, stets im Angesicht der stolzen Bergriesen Staff, Eckwand und Latschur. Bei der Gusenalm mit ihrer urigen Hütte auf 1.739m trafen wir auf den Senner und „Hüttenwirt“ Otto Schatzmayr, mit dem sogleich ein lebhaftes Geplauder einsetzte und der „Schmäh lief“, um es salopp auszudrücken. Gleich hinter der Gusenhütte begann der Aufstieg auf dem „Ruperti-Weitwanderweg“, welcher uns über Wiesen und durch schattige Waldpassagen führte. Auf den Bürstelböden querten wir den Nordwesthang des Seetalnocks und gelangten schließlich nach einem schweißtreibenden Anstieg auf den 2.142m hohen Gipfel des Goldecks. „Nomen est omen“ – das gilt hier in erster Linie für die Namensgebung des Berges, denn am Goldeck gab es einige Schürfe auf das begehrteste Edelmetall und die Sagenwelt wird nicht müde, von „baumstarken Goldadern“ zu erzählen.

Um uns zu erfrischen und eine kleine Mittagsmahlzeit einzunehmen, stiegen wir zur „Goldalm“ ab und nach körperlicher Regeneration fiel es nicht schwer, nochmals ein paar Höhenmeter zum Goldeck-Gipfelkreuz zurückzulegen, um von dort entlang des Bergkammes Richtung Martennock zu wandern. Den Martennock ziert ein 18,4 m hohes Gipfelkreuz, welches auf Initiative von Franz Terkl von der Spittaler Bergrettung 1969 aufgestellt wurde. Ursprünglich sollte es das alte hölzerne Kreuz am Goldeckgipfel ersetzten, doch angesichts der unmittelbaren Nähe zum Sendemasten entschied man sich für den Martennock als Standort. Von dort grüßt es seit vielen Jahrzehnten weit ins Land, denn Goldeck und Martennock sind als Aussichtsberge weit über ihre Grenzen bekannt und bieten ein 360°-Panorama über Kärntens Bergwelt. Leider wurden uns solche schier grenzenlosen Ausblicke durch aufziehende Gewitterwolken, Regen und Nebel verwehrt, doch wir erreichten unseren Ausgangspunkt – die Wieserhütte – ohne einen Regentropfen und sogar die Sonne begann wieder ihre Kraft zu entfalten die mächtigen Wolken aufzulösen.

Das sommerliche GEH.rede fand seinen geselligen und kulinarischen Abschluss auf der Wieserhütte und anschließend brachte uns unsere Chauffeurin Angi wieder im Nu über die 1980 errichtete Goldeck-Panoramastraße zurück ins Tal, von wo es zurück zu den Einstiegstellen ging.

Und wohl so mancher geschätzte Teilnehmer wird wohl noch in der Nacht vom bezaubernden Blütenmeer an den Berghängen geträumt haben und vielleicht auch Pläne schmieden, bald wieder in diese gut erreichbare Bergwelt zurückzukehren!

(Manuela Maier)