Organisation

Referat für Tourismusseelsorge

Kulturfahrt nach Illegio und Nötsch

22. Oktober 2026

Wie jedes Jahr bilden die hochkarätigen Kunstausstellungen in Illegio und Nötsch einen festen Programmpunkt der Kulturfahrten des Referats für Tourismusseelsorge. Vor vielen Jahren vom unvergessenen und geschätzten Siegfried Muhrer initiiert, brachen auch dieses Jahr rund vierzig Teilnehmer auf, um am Vormittag in Illegio die diesjährige Ausstellung unter dem Titel „Il dialogo“ / „Der Dialog“ zu besuchen. Als Einstimmung wurden von Manuela Maier Texte von Anselm Grün und Ahmad Milad Karimi vorgetragen, welche berührende Gedanken in Bezug auf den zwischenmenschlichen Dialog und einer bewussten Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ zum Inhalt hatten.

In der Casa delle Esposizioni, dem Kunstmuseum von Illegio, wurden unter der bewährten und fachkundigen Führung von Claudia Baumgardt Meisterwerke der europäischen Malerei quasi „zum Leben erweckt.“ Das Thema des Dialogs wurde in der Ausstellung in seinen vielfältigen religiösen, zwischenmenschlichen und kulturellen Dimensionen erfahrbar und ging weit über eine reine Gesprächskultur hinaus.

In den einzelnen Ausstellungsräumen wurde der Dialog mit unterschiedlichen Themenbereichen wie zum Beispiel Liebe, Mysterium, problematische Brüderlichkeit, Masken oder die Suche nach Wahrheit in Verbindung gesetzt. Wahre Liebe fordert einen offenen und ehrlichen Dialog, damit ein gemeinsames Ganzes entstehen kann. Ein Dialog wird nicht nur mit Worten geführt, er besteht auch in der Bereitschaft, sich in andere Menschen, ihr Denken und Fühlen hineinversetzen zu können. Masken müssen fallen, damit echter Dialog in Gang kommen kann, es gilt nicht übereinander, sondern miteinander zu sprechen. Über 50 Gemälde luden ein, sich grundsätzlichen Fragen über die Vielfältigkeit des Themas „Dialog“ bewusst zu werden.

Natürlich durften italienische Cappuccini und duftende Cornetti nicht fehlen, schließlich macht Kulturgenuss auch hungrig. Die Rückfahrt erfolgte nicht via Autobahn, sondern auf der alten Bundesstraße und so manche Geschichte und Anekdote zu einzelnen Ortschaften ließ die Fahrt bis Tarvis wie im Fluge vergehen. Nach einem wohlverdienten Mittagsmahl stand der Besuch des Museums des Nötscher Kreises auf dem Programm.

Die diesjährige Ausstellung war dem Maler Theodor Herzmansky, der zu Anton Koligs ersten Schülern zählte, gewidmet und trug den Titel „Theodor Herzmansky und der Nötscher Kreis“. In der exzellent ausgewählten Werkschau wurden wir Teil der vielen künstlerischen Schaffensphasen Herzmanskys, angefangen bei männlichen Akten bis hin zum konstruktivistischen Stil. Als Betrachter trat man auch hier in Dialog mit dem Künstler und Menschen Theodor Herzmansky, welcher im Jahr 1974 in Prag verstarb.

Als kulinarischen Abschluss genossen alle Teilnehmer die süßen Köstlichkeiten der Bäckerei Wiegele. Und es gilt Danke zu sagen – bei Claudia Bamgardt und Anita Popotnig für die Führungen in Illegio und Nötsch, bei Brigitte Fatzi für ihre helfenden Hände in der Bäckerei Wiegele, bei Manuela Maier für die Hintergrundinformationen und unserem Busfahrer Michael für das umsichtige „Kutschieren“ und Danke an alle Teilnehmer, die so großes Interesse bekundet haben!

(Manuela Maier)