Organisation

Referat für Tourismusseelsorge

Drei Tage, zwei Länder und ein smaragdgrüner Fluss

Von Bovec über das idyllisch gelegene Bergdorf Drežnica und Tolmin bis nach Tribil di Sopra/Tribil superiore führte die beeindruckende Tour am Alpe Adria Trail. Die smaragdgrüne Soča, der romantisch gelegene Wasserfall Virje, stille Wälder und die grandiose Bergwelt des Triglav-Nationalparks machten diese drei Tage zu einem besonderen Erlebnis. Drei Tage, die ihren Ausgang in Slowenien nahmen und in Italien endeten.

Bovec unterhalb der Osthänge des Kaninmassivs gelegen, bildete den Startpunkt der ersten Tagesetappe, die großteils entlang der Soča verlief und im entzückenden Bergdorf Drežnica endete. Geprägt von hochsommerlichen Temperaturen, zogen sich die Kilometer an diesem Tag mehr als üblich, jeder Zwischenstopp wurde dankbar angenommen und das erste Getränk im Gästehaus Jelkin Hram in Drežnica als wahre Wohltat empfunden.

Auf historischen Militärpfaden und dem „Weg des Friedens“ führte die zweite Etappe von Drežnica vorbei an der sogenannten Italienischen Kapelle hinauf zur Kuhinja Alm inmitten des Krn-Massivs. Da die Höhenmeter am Vormittag im Schatten des Berges zurückgelegt wurden, fiel allen der Anstieg viel leichter als befürchtet. Die Hütte auf der Kuhinja Alm wartete mit regionaler Küche auf, und nach einer wohlverdienten Stärkung ging es auf der verbleibenden Strecke weiter Richtung Tolmin. Ein gerne angenommener Zwischenstopp am Campingplatz Gabrje sorgte noch einmal für eine willkommene Erfrischung, ehe bei bereits etwas kühleren Temperaturen die letzten Kilometer nach Tolmin in Angriff genommen wurden und der ereignisreiche Tag schließlich beim Abendessen gemütlich ausklang.

Am dritten Tag bestand die Herausforderung im Anstieg von mehr als 1.200 Höhenmetern auf den Kolovrat. Stellungen und Schützengräben der italienischen Verteidigungslinie unterhalb des Berggipfels erinnern hier noch heute eindrucksvoll an die dramatischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs und die besonders blutigen Kämpfe der 12. Isonzoschlacht. Jahrzehnte später ist die einstige Kriegsfront zu einem beliebten Aussichtspunkt geworden, der bei Schönwetter einen atemberaubenden Rundumblick von den Julischen Alpen und bis zur Adria ermöglicht.

Die gesamte Tour hatte es – neben der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Hitze – auch körperlich in sich: Lange Etappen, steile Anstiege und anspruchsvolle Wegpassagen verlangten den Teilnehmern einiges ab. Umso beeindruckender war die Leistung der gesamten Gruppe, die mit Ausdauer und Teamgeist alle Herausforderungen souverän meisterte und dafür mit vielen besonderen Momenten belohnt wurde.

(Monika Gschwandner-Elkins)