Organisation

Referat für Tourismusseelsorge

Im Licht der Berge

Zur Freude aller hat beim GEH.rede am Nassfeld das prognostizierte Wetter punktgenau mit den tatsächlich vorherrschenden Bedingungen übereingestimmt. Nach einem nassen Start bei der Abfahrt in Klagenfurt hörte der Regen bald auf und bei der Ankunft in den Bergen zeigte sich tatsächlich schon der blaue Himmel, der langsam durch die Wolkendecke brach und beste Voraussetzungen für eine gelungene Wanderung bot.

Bei der Nassfeldkapelle, die gerade noch auf österreichischem Staatsgebiet steht und im Andenken an 42 Soldaten, die im März 1916 an dieser Stelle von einer Lawine verschüttet worden sind, errichtet wurde, stand der Morgenimpuls an diesem Tag ganz im Zeichen des Friedens und des Miteinanders der Menschen in einer immer mehr von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägten Welt.

Das anschließende Frühstück beim "Da Livio" ließ keine Wünsche offen, und der köstliche italienische Kaffee gab Energie für einen motivierten Aufbruch in den Tag, der, fachkundig von der Gailtaler Bergwanderführerin Hanni Gratzer begleitet, im ersten Abschnitt über die Auernigalm zur Ofen- und Garnitzenalm führte. Belohnt mit einem fantastischen Bergblick bot sich hier die Gelegenheit zu einer ersten Pause, ehe die Wanderung bergwärts zum Garnitzentörl und von diesem zuletzt nur mehr bergab zur Watschiger Alm fortgesetzt wurde. Die Watschiger Alm am Nassfeld unter dem Gartnerkofel ist für ihren Gailtaler Almkäse bekannt. Sie war Ziel und Abschluss der Rundwanderung am Nassfeld, die mit einer zünf­tigen Jause ausklang.

Die umliegende Berglandschaft, deren komplexe Geologie 500 Millionen Jahre Erdgeschichte offenbart, von paläozoischem Grundgebirge mit Fossilien des Erdaltertums bis zur Formung der heutigen Landschaft durch die jüngeren Eiszeiten, entfaltete sich an diesem Tag in voller Schönheit. Durchziehende Wolkenformationen und wechselnde Lichtverhältnisse tauchten das Panorama immer wieder in ein neues, faszinierendes Licht.

(Monika Gschwandner)