Beginn der vorösterlichen Bußzeit - Aschermittwoch und erster Fastensonntag
Bischof Marketz: Den Blick auf das Gute schärfen
Erster Fastensonntag – Jesus fastete und betete 40 Tage und Nächte in der Wüste
Mit dem bekannten Kirchenlied „Heil'ges Kreuz, sei hochverehret“ wurden die Gläubigen auf die hl. Messe am ersten Fastensonntag, dem 22. Feber 2026 in der Pfarrkirche St. Stefan eingestimmt. Dieses Lied betont die Würdigung des Kreuzes als Baum, an dem der Heiland hing, als Fahne, die uns führt durch Kampf und Not, als Denkmal seiner Leiden und als Siegeszeichen.
Pfarrer Martin bei der Begrüßung: „In der heutigen ersten Lesung aus dem Buch Genesis wird uns über den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, beide in der Mitte des Gartens Eden, berichtet. Die Schilderung des Sündenfalls sollte uns animieren, auf Gott zu vertrauen und daher bitten wir heute um die Gnade Gottes und die Fähigkeit, das Richtige wahrzunehmen und danach zu handeln.“
Am ersten Fastensonntag werden wir jährlich im Evangelium nach Mattäus an die Versuchungen durch den Teufel, mit denen Jesus während seines Aufenthaltes in der Wüste konfrontiert war, erinnert. Pfarrer Martin: „Auch wir erleben Momente der Wüste, in denen wir uns z. B. innerlich leer oder gekränkt fühlen sowie verschiedenen Versuchungen widerstehen müssen. Wir sind auch in solchen Situationen gut beraten, mit Zuversicht auf Gott zu bauen und den schlechten Versuchungen nicht anheimzufallen.“
Aschermittwoch – Bedenke Mensch: Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück
Am Aschermittwoch, dem 18. Feber 2026 begann die 40-tägige Fastenzeit, die uns hilft, auf Ostern vorzubereiten. Pfarrer Martin zelebrierte die hl. Messe in der Pfarrkirche St. Stefan, Diakon Michael Ebner unterstützte ihn dabei.
Bei der Predigt verlas Pfarrer Martin die heurige Botschaft von Papst Leo XIV. zur Fastenzeit, die unter dem Motto „Zuhören und fasten. Die Fastenzeit als Zeit der Umkehr“ steht und hob hervor, dass in dieser Zeit, sie dauert bis zum Karsamstag, wir aufgerufen sind, innezuhalten, nachzudenken und auszusteigen aus allem, das uns von Gott, den Mitmenschen und uns selbst trennt. Wir sollen zudem mit Entschiedenheit Gutes tun.
Im Zuge der hl. Messe wurde die Asche, gewonnen aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres, gesegnet und allen Gläubigen als Zeichen der Vergänglichkeit, Buße und der Hoffnung auf die Auferstehung das Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet.
Hinweise:
Fastenhirtenbrief 2026 von Bischof Josef Marketz. Den Blick auf das Gute schärfen. Link zum Bericht auf der Homepage von Katholische Kirche Kärnten
Bischof Marketz in Aschermittwochsliturgie: Aschermittwoch konfrontiert uns mit unserer Zerbrechlichkeit und Endlichkeit. Link
Die Fastenbotschaft von Papst Leo XIV. im Wortlaut. Link zu vatican news