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Bischof Marketz in Aschermittwochsliturgie: Aschermittwoch konfrontiert uns mit unserer Zerbrechlichkeit und Endlichkeit

Foto: Diözesan-Pressestelle/Neumüller
Foto: Diözesan-Pressestelle/Neumüller

Klagenfurt, 19. 2. 26 (pgk). Die menschliche Zerbrechlichkeit und Verwundbarkeit hat Diözesanbischof Dr. Josef Marketz gestern Abend in den Mittelpunkt seiner Predigt bei der Aschermittwochsliturgie im Klagenfurter Dom gestellt, die auch heuer wieder den Auftakt des Projektes „Kunst im Dom“ bildete. Der Aschermittwoch konfrontiere uns, so der Kärntner Bischof, „mit dem, was brüchig ist in uns, mit unseren Wunden und mit unserer Endlichkeit“. Hier setze auch die diesjährige Kunstinstallation des Oberkärntner Bildhauers Hans-Peter Profunser zum Thema „Transformation“ an. „Wir sehen Figuren mit Rissen und Brüchen, Gestalten, die nicht glatt und makellos erscheinen, sondern gezeichnet vom Leben sind“, so Bischof Marketz. Dies sei gleichermaßen ein Spiegel unseres eigenen Lebens. „Wir tragen alle Wunden, sichtbare und unsichtbare, mit uns. Enttäuschungen, Verluste, zerbrochene Beziehungen, manches in unserem Leben ist nicht vollkommen“, so der Kärntner Bischof. Die „eindrucksvolle Installation“ lade ein, „ehrlich in das eigene Leben hineinzuschauen und zu fragen, wo man Heilung braucht und ersehnt“. Verwandlung geschehe nicht durch Verdrängen von Wunden, sondern durch ihr Annehmen. Dann werde wie bei den Figuren von Hans-Peter Profunser „eine Bewegung nach vorne erkennbar, von der Beugung zum aufrechten Gehen, vom Gebrochenen in das neu Geordnete“. Dies sei, so Bischof Marketz, „die große, wichtige Botschaft des Glaubens: Gott verwandelt Wunden, er löscht sie nicht aus. Er macht aus Bruchstellen Durchbrüche“.
Die Fastenzeit sei „keine Zeit der Selbstzerstörung, sondern eine Zeit der Neuordnung“ und lade dazu ein, „Gott an unsere Bruchstellen heranzulassen“, sagte der Kärntner Bischof.
Die Aschermittwochsliturgie im Klagenfurter Dom mit Austeilung des Aschenkreuzes, die auch via Livestream übertragen wurde, wurde musikalisch vom Frauenchor der Dommusik gestaltet. Zur Aufführung kam die „Missa brevis“ von Benjamin Britten.

Das Künstlergespräch mit Hans-Peter Profunser und Dompfarrer Allmaier im Rahmen der diesjährigen „Kunst im Dom“ wurde wegen Erkrankung des Künstlers um eine Woche verschoben und findet am Sonntag, dem 1. März, um 16 Uhr statt.

Die Aschermittwochpredigt 2026 von Bischof Marketz zum Nachschauen:

https://youtu.be/oNH4EXrFqbA?si=ZEWAAZ_4ucFn61PJ