Pfarre

St. Stefan an der Gail

Aus der Chronik der Pfarre St. Stefan               an der Gail

Geschichte und lebendiges Pfarrleben

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
St. Stefan an der Gail (Foto vor 1940, Pfarrarchiv).

Auf unserer Pfarrwebsite wollen wir nicht nur über das aktuelle Geschehen in der Pfarre laufend informieren und zu wichtigen Themen, die unser Glaubensleben und die Katholische Kirche betreffen, eine Aussage treffen, sondern auch über die Geschichte der Pfarre St. Stefan und aus ihrer Chronik berichten.

Wir beginnen im Dezember 2018 mit Eintragungen in der Pfarrchronik aus den heurigen Jubiläums-Jahren 1918, 1938, 1958, 1968, 1993 und 2008 sowie einigen Informationen zu den Jahren danach. In der Bildergalerie gibt es Fotos zu besonderen Ereignissen in den Jahren 2003 sowie von 2013 bis 2016. Ab 2017 finden Sie viele Berichte im Hauptartikel „Aktuelles“.

Unser Bestreben ist es, diese Mitteilungen in den nächsten Monaten und Jahren laufend zu ergänzen und wir wollen vor allem bedeutende geschichtliche Ereignisse, Daten oder Jubiläen (z. B. 1899, 1919, 1939 usw.) zum Anlass für unsere Arbeit an diesem Thema nehmen.

Natürlich haben wir bei Auszügen aus der Pfarrchronik bestimmte Regeln einzuhalten, insbesondere was den Datenschutz betrifft. Zitierungen aus der Pfarrchronik oder aus den Medienberichten erfolgen entsprechend der Schreibweise zum jeweiligen Zeitpunkt.

Gedenkjahr 2018:
2018 wurde in Österreich als „Erinnerungs- und Gedenkjahr“ begangen. Den Schwerpunkt stellte die Erinnerung an die Gründung der Republik vor 100 Jahren und an die Ereignisse ab dem März 1938 dar. In den Medien wurde und wird viel darüber berichtet.

Im Rahmen unseres Pfarrblattes haben wir im Dezember 2018 nachstehenden Eintrag des St. Stefaner Pfarrers Anton Pelnar in der Pfarrchronik im Oktober 1918 zur Kenntnis gebracht: „Mit zitternder Hand muß ich schreiben: wir haben den Krieg verloren. Unsere Front in Italien ist durchbrochen worden. Der Italiener drängt gegen uns! Wir sind zusammengebrochen. Unsere Abteilungen lösen sich auf. Oh, wehe dir Österreich! Auch in Frankreich müssen die Deutschen vor der Übermacht des Feindes weichen, auch die müssen unser Schicksal mitmachen! Und was wird werden?? Wae victis!!! (übersetzt: „Wehe den Besiegten!“). Infelix Austria! (übersetzt: „Oh, du unglückliches Österreich!“). Schreibe im October 1918 Anton Pelnar, Pfarrer."

1938 – Österreich wird Teil des Deutschen Reiches.
Pfarrer Anton Pelnar schrieb 1938 in die Pfarrchronik: „Seit März 1938 ist das bisherige „Deutsch-Österreich“ dem großen Deutschen Reiche als Ostmark einverleibt und eingegliedert worden; hiermit fängt eine neue Aera an. Alles alte ist aufgehoben und durch´s neue ersetzt worden.“

Die “neue“ Glocke, die dem hl. Stephanus geweiht ist. (Bild: PSt).
Die "neue" Glocke, die dem hl. Stephanus geweiht ist. (Bild: PSt).

Im Jahre 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Laut Pfarrchronik wurden die Glocken der Pfarrkirche
St. Stefan an der Gail am 02. März 1942 abgenommen. Nur eine kleine Glocke der Kalvarienbergkapelle konnte für die Pfarrkirche weiter verwendet werden.
Im Jahre 1951 wurden drei Glocken für die Pfarrkirche hergestellt und wir nehmen an, dass sie auch in diesem Jahre geweiht und aufgezogen worden sind. Sie sind dem hl. Stephanus (Schutzpatron), der hl. Maria und sowie den Gefallenen der beiden Weltkriege gewidmet.

1958 – Gottesdienst auf der St. Stefaner Alm.
In der Pfarrchronik schrieb Anton Pelnar, Pfarrer in St. Stefan vom 17. Jan. 1899 bis 22. Jan. 1962: „Am 20. Juli hat in der Pfarre ein seltener Gottesdienst stattgefunden. „Auf der St. Stefaner Alm wird am 20. Juli um 10 Uhr ein Gottesdienst abgehalten“ wurde schon vierzehn Tage voraus bekannt gegeben, welcher Ruf sich schnell nicht nur in der eigenen, sondern auch in Nachbarpfarren schnell verbreitet hat. Gott der Allmächtige hat in seiner Güte und Gnade einen schönen Tag erschaffen, der eine recht günstige Gelegenheit dargebothen, um sich an diesem Gottesdienste zu beteiligen. Diese hl. Feldmesse fand in der sognannten vlg. „Masur“kapelle statt. 98 gezählte Personen haben an derselben teilgenommen, welche Menschenzahl die Alm gewiss an einem Tage noch nie gesehen!! Ich muß aber wahrheitsgemäß konstatieren, daß man diese Frömigkeit, Andacht und Stillhaltung während der ganzen Abhaltung dieses Gottesdienstes bewundern und über sie geradezu staunen mußte: keine geringste Bewegung war wahrzunehmen. Gott sei Dank hiermit ausgesprochen. Schreibe 22. Juli 1958. Anton Pelnar, Pfarrer.“

Die 2018<strong> restaurierte “Almkapelle“</strong> auf der St. Stefaner Alm. (Bild: PSt).
Die 2018 restaurierte "Almkapelle" auf der St. Stefaner Alm. (Bild: PSt).

Anmerkung zum nebenstehenden Bild: Die Agrargemeinschaft Stefaneralm unter Obmann Ludwig Lackner lud am 28. Juli 2018 – also 60 Jahre später – zu einem Almfest, das mit einem würdigen Gottesdienst, den Provisor Marcin Mrawczynski zelebrierte, begann. Ausführlicher Bericht im aktuellen Artikel: http://www.kath-kirche-kaernten.at/pfarren/detail/C3051/almfest-mit-hl.-messe-auf-der-st.-stefaneralm

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
Der Turm der Pfarrkirche in Vollbrand am 12. Mai 1965. (Foto: Archiv Pfarre St. Stefan).

1965 – Großbrand in St. Stefan:

Ein verheerender Großbrand am 12. Mai 1965 vernichtete den Turm der Pfarrkirche, das Wirtschaftsgebäude des Pfarrhofes sowie des Schlosses Graiffenstein. Die Pfarrkirche, das Schloss und andere Nachbarobjekte wurden stark beschädigt.

Pfarrer Johann Schmidt und der Pfarrkirchenrat bemühten sich in der Folge um die Neuerrichtung des Turmes sowie die Beseitigung der durch den Brand verursachten Schäden, die im Juni 1967 abgeschlossen werden konnten.

Bericht aus der Kleinen Zeitung vom 13. Mai 1965 ist als Download angefügt.

1968: Friedhofskapelle saniert.

Schmölzing - mit dem <strong>Kalvarienberg</strong> (zum Teil noch nicht aufgeforstet). (Pfarrarchiv)
Schmölzing - mit dem Kalvarienberg (zum Teil noch nicht aufgeforstet). (Pfarrarchiv).

Pfarrer Johann Schmidt schrieb in die Pfarrchronik: „Im Sommer 1967 wurde durch Blitzschlag der Turm der Friedhofskapelle zerstört und wurde 1968 wieder saniert. Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt mußte auch der Kanal erneuert werden. Auch die Abwässer von Kirche und Pfarrhof mußten dann in den Kanal eingeleitet werden. An der Ostseite der Kirche wurde durch die Straßenverwaltung eine neue Brüstungsmauer errichtet.“

http://www.kath-kirche-kaernten.at/images/downloads/brand-1965-zeitung.pdf<strong>Pfarrkirche St. Stefan an der Gail.</strong> (Bild: PSt., 2008).
Pfarrkirche St. Stefan an der Gail. (Bild: PSt., 2008).

1993: Lautsprecheranlage für die Pfarrkirche St. Stefan.
Pfarrer Johann Schmidt in der Pfarrchronik: „Im April wurde für die Pfarrkirche eine neue Lautsprecheranlage mit Funkmikrophon angeschafft. Außerdem wurde ein Prozessionsverstärker gekauft“. Pfarrer Schmidt hat sich auch um eine gute technische Ausstattung der kirchlichen Gebäude sehr bemüht und somit die Basis geschaffen, dass Gottesdienste, Andachten und kirchliche Feiern zeitgemäß den Gläubigen vermittelt werden können.

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
Requiem mit Bischof Dr. Alois Schwarz in der Pfarrkirche St. Stefan. (Bild: PSt).

2008: GR Pfarrer Johann Schmidt verstorben.
Am 22. März 2008, am Abend des Karsamstags, ist nach längerem Leidensweg, im 49. Priesterjahr, im 76. Lebensjahr, GR Pfarrer Johann Schmidt verstorben. Von 1965 bis 2006 – also 41 Jahre – war er Pfarrer in St. Stefan. Die Begräbnisfeier mit Bischof Dr. Alois Schwarz fand am 28. März 2008 statt. Die Parte sowie ein Auszug aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde St. Stefan sind als Download angefügt.

Priester und Seelsorger nach Pfarrer Johann Schmidt:

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
Am 31. August 2008 wurde Mag. Seweryn Klimek als neuer Provisor in St. Stefan begrüßt.
Rechts Dechant Günther Dörflinger. (Bild: Pfarre St. Stefan).

Seit der Pensionierung von Pfarrer Johann Schmidt mit Ende 2006 war der Hermagorer Stadtpfarrer Günther Dörflinger Provisor in St. Stefan. Laut Pfarrchronik hat Bischof Dr. Alois Schwarz dem Obmann des Pfarrgemeinderates Stefan Sternig nach dem Begräbnis von Pfarrer Johann Schmidt mitgeteilt, dass die Pfarre St. Stefan wieder einen eigenen Priester bekommen wird. Mit 01. Sept. 2008 wurde dann Mag. Seweryn Klimek zum Provisor von St. Stefan bestellt.

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
Offizielle Amtseinführung von Provisor Mag. Marcin Mrawczynski in St. Stefan am 09. Sept. 2012. Links: Diakon Michael Ebner, rechts: Dechant Günther Dörflinger. (Bild: Pfarre St. Stefan).

Seit 01. Sep. 2012 leitet Mag. Marcin Mrawczynski – „Pfarrer Martin“ – die Pfarren St. Stefan und St. Paul als Provisor (in der Pfarre Vorderberg von 2012 bis 2016). Am 09. Sept. 2012 erfolgte beim Gottesdienst in St. Stefan die offizielle Amtseinführung. Der neue Provisor im Pfarrblatt Sept. 2012: „Es freut mich, dass wir jetzt gemeinsam dem HERRN entgegengehen können. Ich bitte Sie um Verständnis und Unterstützung.“

Beitrag erstellt: 30.12.18, geändert: 13.01.19, 19.01.19.

Hinweise:

Pfarrkirche St. Stefan an der Gail, Beschreibung auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_St._Stefan_an_der_Gail

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Stefan im Gailtal: http://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Liste_der_denkmalgeschützten_Objekte_in_Sankt_Stefan_im_Gailtal