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27.09.2013

Anna Czernin, *16. Oktober 1928 , + 26. September 2013

 
 
 

Veröffentlicht von:

Katholische Frauenbewegung / AnSchn

Am 16.Oktober 2013 feiern wir um 17.00 Uhr einen Gedenkgottesdienst in der Christkönigskirche in Klagenfurt

Anna Czernin, © Foto -

Anna Czernin (© Foto: -)

Anna Czernin, *16. Oktober 1928 , + 26. September 2013

- Der berufliche Lebensweg von Anna Czernin war bis zuletzt darauf ausgerichtet, den Menschen wieder Hoffnung zu geben. Die Wurzeln ihrer sozialen Arbeit reichten bis in ihre Kindheit zurück, wo sie als Klagenfurterin, vor allem während der Kriegsjahre, in der Pfarre St. Thomas am Zeiselsberg das hohe Gut einer funktionierenden Gemeinschaft erfahren durfte. Damals reifte ihr Plan, als Erwachsene im Sozialbereich einen Beitrag für ausgleichende Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu leisten.

Viele Jahrzehnte, bis 1988, wirkte sie hauptberuflich im kirchlichen Dienst. Ihr Organisationstalent, gepaart mit einer Themengestaltung, die vor allem auf die Zukunftsfragen unserer Gesellschaft ausgerichtet war, hatte sie zunächst als Leiterin der Katholischen Jugend in Kärnten, später der gesamten Bundesorganisation unter Beweis gestellt.
Ab 1963 war sie Diözesansekretärin der Katholischen Frauenbewegung. Anna Czernin ging es dabei vor allem darum, die Frauen zwar in ihrer sozialen Zuwendung zu stärken, sie aber auch gesellschaftspolitisch als eine eigene wichtige Kraft zu sehen. Zuhören allein ist zu wenig, war ihre Devise, die Frauen müssten eigene Perspektiven entwickeln, die ihrem Platz in der Familien- und Berufswelt gerecht werden. Sie hat dadurch das Frauenbild in Kärnten in einer gläubigen Gemeinschaft maßgeblich mitgeprägt. Czernin hat den Wandel in der Frauenarbeit – vom anfänglichen "Zuhören" bis zum gesellschaftspolitischen und ökumenischen Einsatz für Frauenprobleme – nicht nur mitvollzogen, sondern auch aktiv vorangetrieben.

Ihr großer sozialer, ehrenamtlicher Einsatz galt bis zuletzt, seit 1995 der Ukraine-Hilfe.
Auch in ihrer Pension verstand sie es nach wie vor, Gewissen zu wecken und Hilfe zu organisieren, die es ermöglichte, dass Menschen in ihrer Not nicht freudlos in ihre Zukunft blicken müssen.
Gemeinsam mit vielen freiwilligen MitarbeiterInnen organisierte, sortierte und verpackte sie Kleider, Geschirr, Medikamente, haltbare Lebensmittel, Hygiene-artikl , Baby-Pflege, Kinderspielzeug, Schulartikel, medizinische Hilfsmittel, sogar Rollstühle in 5000 Kartons pro Jahr. Die vielen Sachspenden, die jeden Dienstag in der ADIDAS-Halle in Viktring-Stein abgegeben wurden, mussten sortiert, in Kartons, Säcken oder Koffer verpackt und beschriftet werden. Die Güter lagerten so lange, bis die Unermüdliche mit ihren "Bettelbriefen" genug Geld für den LKW-Transport nach Kiews aufgetrieben hatte.

Die Katholische Frauenbewegung Kärnten bedankt sich bei Anna Czernin für ihr jahrelanges intensives Engagement in der kfb, für ihre Aufbauarbeit, ihren Einsatz mit und für Frauen, ihr christliches Miteinander, Denken und Handeln, welches noch immer Inspiration für uns kfb-Frauen ist. Das diesjährige Jahresthema der kfb „Einander begegnen“ hat Anna Czernin schon immer gelebt, jede und jeder, der ihr je begegnet ist, wird das bestätigen. Sie wird uns als ein starkes Stück Kirche stets in Erinnerung bleiben, als eine Christin, die bewegte und voran ging.
Danke Anna Czernin. Gott segne dich.


Text Ingeborg Jakl und Ilona M. Wulff-Lübbert

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