Pfarre

St. Stefan an der Gail

Die Karwoche und das Osterfest – geprägt von religiösen Liturgien und Bräuchen

Wir haben mit Freude und Dankbarkeit den Höhepunkt im Kirchenjahr gefeiert

Video - Palmsonntag, Karwoche und Ostern in der Pfarre St. Stefan an der Gail:

https://youtu.be/Z0KYwxcBMN4

Pfarrer Martin: „Vielfältig sind die kirchlichen Festlichkeiten am Palmsonntag, in der Karwoche und zu Ostern. Mit diesem Beitrag auf unserer Website (kurze Beschreibungen sowie Bilder und Video) möchten wir einen Überblick davon vermitteln und an alle, die zu den Gottesdiensten und Andachten gekommen sind, mitgefeiert und mitgewirkt haben, ein aufrichtiges Dankeschön aussprechen.“
Berichte mit vielen Fotos finden Sie auch auf der Facebook-Seite (gestaltet von PGR-Obfrau Sonja Kucher) unserer Pfarre: Link

Palmsonntag – Feier des Einzugs Christi in Jerusalem

Pfarrer Martin segnete die wunderschönen Palmbuschen – sie sind ein Zeichen der Freude! (Bild: P. St.).
Pfarrer Martin segnete die wunderschönen Palmbuschen – sie sind ein Zeichen der Freude! (Bild: P. St.).

Am Palmsonntag beginnt jährlich die Karwoche, die mit dem Hochfest der Auferstehung Jesu Christi zu Ostern den für uns Christen bedeutenden Höhepunkt findet. Beim Gottesdienst am 29. März 2026 in der Pfarrkirche St. Stefan hat Pfarrer Martin nicht nur die schön geschmückten Palmbuschen gesegnet. Die zahlreichen Gläubigen, darunter viele Kinder, wurden durch das Verlesen der Passion Christi, in diesem Jahr nach Matthäus, an das Leiden und Sterben unseres Herrn erinnert.
Pfarrer Martin hat die Gottesdienstbesucher mit eindringlichen Worten aufgerufen, dass wir Christen im Auftrag von Jesus Christus – dem König des Friedens – uns allezeit um den Frieden in der Familie, in der Nachbarschaft und in den verschiedenen Alltagssituationen bemühen sollen. Auch dem inneren Frieden, im Einklang mit sich selbst zu sein, kommt großer Stellenwert zu.

Gründonnerstag – hl. Messe vom letzten Abendmahl

Ölbergstunde beim Seitenaltar. (Bild: P. St.).
Ölbergstunde beim Seitenaltar. (Bild: P. St.).

Mit der Liturgie am Gründonnerstag – er ist der erste der Heiligen Drei Tage vor dem Osterfest – werden wir an das letzte Abendmahl des Herrn sowie an die Einsetzung der Eucharistie als eines der sieben Sakramente hingewiesen. Nach der hl. Messe wurde das Allerheiligste in den Tabernakel beim Seitenaltar übertragen und dort die Ölbergstunde abgehalten. Dabei wird in der Gründonnerstagnacht an Jesu, wie er im Garten Gethsemane im Gebet vor seinem Leiden und Sterben verbrachte, gedacht.

Karfreitag - die Feier vom Leiden und Sterben Christi

Verlesung der Leidensgeschichte Jesu: Priester – Worte Jesu, zwei Lektorinnen: Worte des Evangelisten und sonstiger Personen. (Bild: P. St.). 
Verlesung der Leidensgeschichte Jesu: Priester – Worte Jesu, zwei Lektorinnen: Worte des Evangelisten und sonstiger Personen. (Bild: P. St.).

Am Karfreitag, auch stiller oder hoher Freitag genannt, wird keine hl. Messe gelesen. Die gottesdienstliche Form an diesem strengen Fasttag besteht im Wesentlichen aus: Wortgottesdienst – mit den Lesungen sowie dem Verlesen der Passion (Leiden und Sterben Jesu) – sowie den großen Fürbitten, der Kreuzverehrung und der Kommunionfeier. Anschließend wurde beim Heiligen Grab in der Südkapelle der Rosenkranz mit den schmerzhaften Geheimnissen gebetet.

Karsamstag – Feuersegnung

Karsamstag – Feuersegnung bei der Pfarrkirche. (Bild: P. St.). 
Karsamstag – Feuersegnung bei der Pfarrkirche. (Bild: P. St.).

Karsamstag, der Tag der Stille und des Wartens auf die Auferstehung.

Viele Erwachsene und Kinder kamen um 07:00 Uhr zur Feuersegnung nach St. Stefan. Sie hielten Baum-Schwämme ins Feuer, welches von Pfarrer Martin gesegnet wurde. Ein Symbol für das Licht Christi, das in die Welt getragen wird. Mit der Glut wurden dann die Öfen angeheizt, damit der Osterschinken, die Würstel und die Osterspeise für unsere Liebsten gekocht werden konnten.

Karsamstag – Speisensegnungen

Speisensegnung beim Pfarramt in St. Stefan. (Bild: P. St.)
Speisensegnung beim Pfarramt in St. Stefan. (Bild: P. St.)

Speisensegnungen in unserem Pfarrverband – in Köstendorf, Matschiedl, St. Paul und St. Stefan. In liebevoll gefüllten Körben bringen die Gläubigen die Osterspeisen zur Segnung. Traditionell findet man Schinken, Würstel, Eier, Salz, Kren und einen selbstgebackenen Reindling in den Körben, welche mit kunstvoll bestickten, meist seit Generationen verwendeten Tüchern zugedeckt werden. Mit den gesegneten Speisen gehen die Gläubigen nach Hause und setzen sich – mit der Familie – zum Ostermahl zusammen. „An Gottes Segen ist alles gelegen!“

Die Feier der Osternacht – die Auferstehung des Herrn

Osternacht – hl. Messe. Am Ambo Kantor Mag. Florian Moritsch. (Bild: P. St.).
Osternacht – hl. Messe. Am Ambo Kantor Mag. Florian Moritsch. (Bild: P. St.).

Die Osternachtliturgie am Karsamstag begann um 19.00 Uhr traditionell mit einer Lichtfeier, bei der vor der Kirche die neue Osterkerze gesegnet wurde. Danach zog Pfarrer Martin mit der brennenden Osterkerze, als Symbol für den auferstandenen Herrn Jesus Christus, in die Kirche ein, um die „Nacht der Nächte" zu feiern. Jede Kerze, die wir weitergeben, erinnert uns daran: Das Licht ist stärker als die Dunkelheit. Es begleitet uns durch unser Leben und verbindet uns miteinander. Die Feier der Osternacht hatte nach den strengen liturgischen Richtlinien der Kirche drei weitere wichtige Teile: den Wortgottesdienst, die Tauffeier und die Eucharistiefeier.

Ostermontag – Festgottesdienst in der Filialkirche Steben

Festgottesdienst in Steben, vertreten auch die Feuerwehr Köstendorf. (Bild: Sonja Kucher).
Festgottesdienst in der Filial- und Wallfahrtskirche in Steben. (Bild: Sonja Kucher).

Bei herrlichem Frühlingswetter fand am Ostermontag die heilige Messe in der Filialkirche Steben ob Köstendorf statt. An diesem Feiertag hören wir jährlich im Evangelium von der Begegnung der Jünger mit dem auferstanden Jesus auf dem Weg nach Emmaus. Unter Bezugnahme auf diese Bibelstelle hob Pfarrer Martin in seiner Predigt die große Bedeutung, die uns allen in den Begegnungen mit dem auferstandenen Herrn in verschiedenen Lebenssituationen zukommt, hervor.
Mag. Florian Moritsch begleitete die hl. Messe musikalisch an der Drehorgel. Vertreten bei diesem Gottesdienst in der schön geschmückten Wallfahrtskirche war auch die Feuerwehr Köstendorf mit ihrer Jung-Feuerwehr.
Im Anschluss lud die Feuerwehr Köstendorf zu einem gemütlichen Beisammensein mit Speis und Trank sowie musikalischer Umrahmung durch die „Zenzbuam“ in Köstendorf-Siebenbrünn ein.

Hinweis:

Auf der Homepage Katholische Kirche Kärnten: Halleluja - Jesus lebt. Mit dem Gedenken an die Auferstehung Jesu beginnt im liturgischen Jahr die Osterzeit, die sich fünfzig Tage lang bis zum Pfingstfest erstreckt. Link.

P. St.