„Statt jammern – analysieren, statt resignieren – reflektieren ...”
Workshop mit Julia Onken
Am 26. März 2011 inspirierte Julia Onken, Psychologin, Bestsellerautorin und Vortragende zahlreicher Frauenseminare in Deutschland, Schweiz und Österreich, 36 Frauen zur Entfaltung ihrer selbst.

Am Beginn des Seminars stand die Analyse der Lebenswelten von Frauen und deren Einfluss auf ihr Handeln.
Statt jammern - analysieren
Beispiel mangelndes Selbstbewusstsein von Frauen: Selbstbewusstsein bildet sich aus den Antworten der Umwelt und somit kaum verwunderlich, dass viele Frauen unter einem Mangel dessen leiden. Werden Frauen doch schon bei der Geburt degradiert, durch Aussagen wie „Hauptsache ein gesundes Kind“ und „beim nächsten mal wird’s schon klappen“ oder wie ich als Mutter mit zwei Mädchen es oft erlebe „aber ein Bub muss schon noch her“.
Beispiel ungerechte Verteilung von Arbeit und Geld: 2/3 der Arbeit wird von Frauen vollbracht! Wie wird das in unserer Gesellschaft belohnt? Bekommen Frauen irgendeine Form der Anerkennung, wenn sie ihre Angehörigen pflegen, ihre Kinder aufziehen, ihre Männer unterstützen damit sie „fleißige Erwerbsarbeiter“ sind und viele andere unentgeltliche Dinge tun, wie Kirchen putzen, Kindergruppen leiten, Bildung organisieren u.s.w. (alles essentielle Dinge für unsere Gesellschaft, ich behaupte zu sagen, wichtiger als die Spekulation an Börsen)? Oder werden sie dafür mit niedrigeren Pensionen und einer unausweichlichen Abhängigkeit vom Mann, Staat oder den eigenen Kindern bestraft? Das System sagt uns wir sind keine wertzuschätzenden Personen! (Sie müssen sich vorstellen, jedes Mädchen, jede Frau bekommt diese Geringschätzungen permanent mit.)
Andere Beispiele folgten und deckten auf, warum wir Frauen uns immer schuldig fühlen, zu oft unsere Meinung zurückhalten und es anderen mehr Recht machen wollen als uns selbst.
Statt resignieren – reflektieren und dann gezielt handeln!
Anschließend an diese Analyse kamen die stärkenden Worte von Frau Onken anstatt zu resignieren, uns bewusst zu werden, wir haben nicht nur das Recht sondern die Pflicht uns selbst zu entfalten, denn nur so können wir unsere Talente oder mit christlichen Worten ausgedrückt unsere Charismen in die Welt einbringen.
„Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen.“ (1. Korintherbrief 12, 4-8)
Wir haben auch die Pflicht uns selbst zu lieben, um unsere Liebe an die Umwelt weiterzugeben „du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Matthäus 22,30) und wir haben die Pflicht auf uns Acht zu geben um uns überhaupt entfalten zu können. „Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch, und haltet Frieden untereinander!“ (Markus 9, 50). Nochmal wer nicht gut für sich sorgt, kann seine Pflichten nicht wahrnehmen!
In diesem Onken-Seminar bekam man deshalb auch Hilfestellungen, um Freundschaft mit sich selbst zu schließen, zu sagen was man will, nein zu sagen und wie man mit der eigenen Energie haushaltet!
Nur so können wir Frauen uns selbst zur Entfaltung bringen, ein erfülltes Leben genießen und unsere Charismen in die Welt einbringen!
Anja Bernsteiner