Organisation

Referat für Spiritualität

Gott im Alltag erfahren

Rückblick auf "Gott einen Ort sichern"

320 Exzerzitienbücher „Gott einen Ort sichern“ waren seit November 2025 in unserer Diözese „unterwegs“. Einige Menschen sind den Gebetsweg für sich alleine gegangen, entweder die gesamten 6 Monate oder ein Stück des Weges. Einige haben erkannt, dass diese Form des Gebetes nicht die ihre ist. Der größte Teil derer, die mit diesem Buch in Berührung gekommen sind, haben sich auf diesen Weg eingelassen und sich zum monatlichen oder 14-tägigen Austausch in Gruppen getroffen. Der Großteil in Pfarrgemeinden, einige zu Hause, einige online.

Auch da gab es Unterschiede auf dem Weg:

Skeptiker:innen, die sich von den Texten sehr herausgefordert fühlten, Menschen deren Alltag immer wieder zu Unterbrechungen des Weges geführt hat – die aber immer wieder von Neuem begonnen haben. Die meisten der Pilger:innen auf dem Exerzitienweg wurden vom Geist der Madeleine Delbrel und der Tiefe ihrer Texte ergriffen. Diese Texte und das Meditieren der Sonntagsevangelien haben das das Leben zutiefst berührt, durchwirkt und bei einigen auch durchgerüttelt.

Die Gesprächsleiter:innen, die diese Gruppen begleitet haben, gingen diesen Weg ebenfalls mit – durch Herausforderungen ebenso wie durch tiefe Glaubenserfahrungen. Sie teilen die Erfahrungen der Pilger:innen.

Die Rückmeldungen waren sehr einheitlich:

· Vertiefung des eigenen Glaubens

· Meditation des Sonntagsevangeliums

· wertschätzender und hörender Austausch in den Gruppen

All dies wurde als außergewöhnliche Vertiefung des eigenen Lebens erfahren. Der Wunsch, „es möge weitergehen“, wurde einhellig geäußert. Dieser Wunsch wird sich erfüllen: Im Auswertungstreffen mit zehn Gesprächsleiter:innen wurde für 2026/2027 die Weiterarbeit mit den Sonntagsevangelien angedacht.

In der Fastenzeit und nach Pfingsten ist zudem eine vertiefende Exerzitienzeit geplant. Genauere Informationen dazu werden im Herbst dieses Jahres bekanntgegeben. Ich durfte als Referentin für Spiritualität den gesamten Weg sowie einige Gruppen begleiten. Das Teilen der Gotteserfahrungen hat mich oft tief im Herzen berührt und dankbar gemacht. Diese Dankbarkeit war auch im Gottesdienst in der Rektoratskirche spürbar, den ein Teil der „Exerzitienpilgerschaft“ mit Bischof Josef gefeiert hat. Die Gemeinde Don Bosco hat uns ein Fest bereitet – herzlichen Dank dafür.

Möge dieser Weg des Hörens auf das Wort Gottes, aufeinander und auf das eigene Herz in unserer Diözese weiter wirken und weitergehen.

Waltraud Kraus-Gallob