Kirchlicher Umweltpreis 2018 vergeben

Kärntner Pfarren Vorreiter bei Umweltprojekten -

33 vorbildliche Umweltprojekte aus ganz Österreich eingereicht, sieben davon mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Allein aus Kärnten wurden 9 ausgezeichnete und vorbildliche Umweltprojekte eingereicht. Alle 33 sind  in einer Broschüre vorgestellt und dienen als Anregung und Ermutigung für andere Pfarrgemeinden.

Im Festsaal des Erzbischöflichen Palais in Wien wurde am 18.06.2018 der Kirchliche Umweltpreis Österreich an sieben österreichischen Pfarrgemeinden verliehen. Bischof Alois Schwarz dankte für das – umweltfreundlich – leuchtende Beispiel dieser Pfarrgemeinden, das "nicht unter den Scheffel gestellt" werden soll. 

Der Tag der Verleihung wurde bewusst gewählt: genau vor drei Jahren wurde die Enzyklika LAUDATO SI‘ von Papst Franziskus auch in deutscher Sprache veröffentlicht. Die katholischen Pfarren tragen damit auch zur Umsetzung der ebenfalls vor drei Jahren beschlossenen Ökologie-Ziele der Österreichischen Bischofskonferenz bei.

Sektionschef Reinhard Mang hob die Rolle der Kirchen bei der Energiewende hervor: „Klimaschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt und bedarf einer breiten Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte, auch der Religionsgemeinschaften.“ „Pfarrgemeinden aller Größen leisten wertvolle Beiträge für den Schutz der Umwelt, insbesondere auch Bewusstseinsarbeit“, hob Oberkirchenrat Karl Schiefermair von der Evangelischen Kirche A.B. Österreich hervor. Begeistert vom pfarrlichen Einsatz war auch Hemma Opis-Pieber, Sprecherin der Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs.  Organisatorin Anna Kirchengast (Fachstelle Überdiözesane Umweltarbeit der Kath. Kirche Österreichs) dankte allen Unterstützenden  und Sponsoren, wie der Präsidentin der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer und Peter Böhler (Bankhaus Schelhammer & Schattera AG), Herz Energietechnik AG, der Landwirtschaftskammer Österreich und 1001Dach. 

Hauptpreisträger Dechantskirchen, Maria Saal und Bad Ischl

  • Die steirische Pfarre Dechantskirchen wurde für ihren Einsatz zur Energiewende (vierte PV-Anlage, LED-Aussenbeleuchtung, intensive Bewusstseinsbildung, sehr professionelles Umweltmanagement mit EMAS) ausgezeichnet.
  • In der Kärntner Pfarre Maria Saal halfen Firmlinge mit, den Pfarrwald aufzuforsten - nur ein Highlight der vielfältigen Bemühungen der Pfarre im umweltfreundlichen Energie- und Beschaffungsbereich.  
  • Bad Ischl punktete mit dem ökumenischen Projekt „Raise aWAREness" zu nachhaltiger Beschaffung.  

Weitere Preisträger:

  • die Wiener Pfarre Dornbach (Energieberatung; Umweltnewsletter, am Weg zum Umweltmanagement EMAS)
  • die Salzburger Pfarre Schüttdorf in Zell am See (Umfangreiche Sanierung - zum 50-Jahr-Jubiläum der Pfarre den Komplettumstieg von fossiler Heizung auf erneuerbare geschafft!)
  • die evang. Kärntner Pfarre St. Ruprecht bei Villach (Umweltfreundlicher Gemeindebrief, Lebensmittel-Rettungsprojekt Together Foodsharing in ihrem Gemeindezentrum)
  • der Kindergarten Marienheim der Pfarre Klagenfurt-St. Josef-Siebenhügel (Wertschätzender und nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung schon im Kindergarten sehen und erlernen)

Sonderpreise: Je einer gingen an das Dekanat Weyer (Plastikfasten) bzw. an eine Pfarre dieses Dekanats (Ternberg). Ternberg und die Katholische Hochschulgemeinde Graz haben als Sachpreis je eine PV-Projektentwicklung gewonnen.

Wir danken für die Unterstützung dieses Preises durch: Ordensgemeinschaften, Bankhaus Schelhammer & Schattera AG, Herz Energietechnik GmbH, Landwirtschaftskammer Österreich, klimaaktiv (im Auftrag des BMNT), Evangelische Kirche A. und H.B., die Diözesen Eisenstadt, Graz-Seckau, Gurk, die Erzdiözesen Wien und Salzburg, Wirtschaft im Dienst des Lebens und 1001 Dach.