Organisation

Referat für Schöpfungsverantwortung

Schöpfungszeit erleben 01.09. - 04.10.2020

Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen der Erde gehört zum Grundauftrag aller Christen

In der Zeit des Shutdowns wurde vom Aufatmen der Natur gesprochen. Das hat sich nur bedingt bewahrheitet. Die Lärmbelastung durch den Verkehr war geringer, die Stickoxid-Belastung sank, zugleich erreichte aber im Mai die durchschnittliche Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre einen absoluten Höchstwert. Die Mahnungen und Anregungen der Enzyklika Laudato si‘ müssen weitergetragen werden, besonders auch in der Schöpfungszeit. So ist auch die diesjährige ökumenische Schöpfungszeit von 1. September bis 4. Oktober wieder Anlass, die Zerstörung der Natur und die Auswege in den Mittelpunkt zu stellen.

Aktuelle österreichweite Schwerpunkte sind: RADLn in die Kirche (mit Gewinnspiel für teilnehmende Pfarrgemeinden) und die Einladung und Tiere rund um Kirchen zu beobachten und auf www.kirchturmtiere.at zu melden.

Wir brauchen eine bestimmte Zeit der Konzentration und Einübung in eine neue Lebenskultur und wir brauchen Stärkung und Halt in der schwierigen Übergangsphase von einem zerstörerischen zu einem nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Lebensstil.

Wie wichtig eine intakte Umwelt ist, zeigt sich auch bei der aktuellen Gesundheitskrise. Die Vermutung, dass der Krankheitsverlauf unter anderem von der Luftqualität beeinflusst wird, scheint sich zu erhärten. Noch ein Grund mehr sich für einen ökologisch verträgliche Lebens- und Wirtschaftsweise einzusetzen.
Dass es höchste Zeit ist konsequent ökologisch zu handeln, zeigt die steigende CO2-Belastung. Die Trendumkehr ist noch nicht geschafft. Es braucht ambitionierte Schritte von allen, den einzelnen, den Wirtschaftstreibenden und den politischen EntscheidungsträgeInnen. Sie haben es in der Hand für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen. Förderungen an die Einhaltung ökologischer Kriterien zu knüpfen, ist eine Chance, den dringend nötigen ökologischen Wandel voran zu treiben.

Papst Franziskus setzt in seiner vor fünf Jahren erschienenen Enzyklika unter anderem auf die PolitikerInnen. Er ermutigt sie, ihre Gestaltungskompetenz zu nutzen und das Ruder herumzureißen - nicht nur lokal, sondern auch auf internationaler Ebene. Das war die klare Botschaft der Enzyklika im Vorfeld des Pariser Klimagipfels. Die Umsetzung der dortigen Vereinbarungen schreitet nur zögerlich voran. „Hier ist es an der Zeit engagiert in die Umsetzung zu gehen", fordert Markus Gerhartinger, Sprecher der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs.

„Die Schöpfung ist ein Geschenk Gottes an alle Geschöpfe. Der Auftrag an uns Menschen ist, sie zu behüten. Die Schöpfungszeit ist Aufruf und Bestärkung, achtsam und dankbar dafür zu sein und uns unsere Verbundenheit mit allem wieder bewusst zu werden“,

erinnert der Referatsbischof für Umwelt in der Österreichischen Bischofskonferenz, Alois Schwarz, an die zukunftsweisenden Aussagen von Papst Franziskus.

Seit 2015 ist der 1. September auch offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kalender eingetragen. Damit hat Papst Franziskus eine Einladung der orthodoxen Kirche aufgegriffen. Der Tag sollte in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betonte der Papst.

In Gottes Namen!

So beginnen viele Christen ihre Tätigkeiten – ob eine neue Arbeit, eine Urlaubsfahrt oder einfach den neuen Tag! Der „Tag der Schöpfung“ ist damit vergleichbar – „in Gottes Namen“ beginnt am 1. September das neue Kirchenjahr der orthodoxen Gläubigen. Sie haben alle christlichen Kirchen eingeladen, es ihnen gleichzutun. Am 1. September soll in allen christlichen Kirchen ganz bewusst der „Tag der Schöpfung“ gefeiert werden, um daran zu denken, dass mit der Schöpfung „in Gottes Namen“ alles begann – die Heilsgeschichte Gottes mit uns, und unsere teilweise wenig überzeugende Geschichte mit Gottes Schöpfung…

Deshalb besteht dieser Tag nicht nur aus Jubel und Dank, sondern ebenso aus Besinnung und Umkehr. Am besten natürlich auch aus konkreten Taten zum Wohl der Schöpfung!

"Ich glaube an Gott,
den Schöpfer des Himmels und der Erde."

Die Sorge um die Erhaltung der natürlichen Lebensräume, der Schutz der Artenvielfalt und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen der Erde gehören zum Grundauftrag aller Christen.

Die "Schöpfungszeit" dauert jedes Jahr vom Tag der Schöpfung am 1. September bis zum Gedenktag des Hl. Franz von Assisi am 4. Oktober

Wir tun was

Haben auch Sie ein spezielles Programm in Ihrer Pfarre? Gerne veröffentlichen wir Ihre Aktivität in der Schöpfungszeit. Bitte senden Sie uns dazu Ihren Beitrag an: nina.vasold@kath-kirche-kaernten.at oder via WhatsApp 0676 8772 2118.

Hier finden Sie Anregungen für die Gottesdienstgestaltung sowie Informationen für Ihren persönlicher Beitrag in der Schöpfungszeit!