Schöpfungszeit erleben 01.09. - 04.10.2018

Bewahrung der Schöpfung ist das ganze Jahr ein Thema

Schöpfungszeit 01.09. - 04.10.2017 (© Foto: pixabay)
Schöpfungszeit 01.09. - 04.10.2018 (© Foto: pixabay)

Die "Schöpfungszeit" dauert vom Tag der Schöpfung am 1. September bis zum Gedenktag des Hl. Franz von Assisi am 4. Oktober

Wir brauchen eine bestimmte Zeit der Konzentration und Einübung in eine neue Lebenskultur und wir brauchen Stärkung und Halt in der schwierigen Übergangsphase von einem zerstörerischen zu einem nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Lebensstil.

Seit 2015 ist der 1. September auch offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kalender eingetragen. Damit hat Papst Franziskus eine Einladung der orthodoxen Kirche aufgegriffen. Der Tag sollte in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betonte der Papst.

In Gottes Namen!

So beginnen viele Christen ihre Tätigkeiten – ob eine neue Arbeit, eine Urlaubsfahrt oder einfach den neuen Tag! Der „Tag der Schöpfung“ ist damit vergleichbar – „in Gottes Namen“ beginnt am 1. September das neue Kirchenjahr der orthodoxen Gläubigen. Sie haben alle christlichen Kirchen eingeladen, es ihnen gleichzutun. Am 1. September soll in allen christlichen Kirchen ganz bewusst der „Tag der Schöpfung“ gefeiert werden, um daran zu denken, dass mit der Schöpfung „in Gottes Namen“ alles begann – die Heilsgeschichte Gottes mit uns, und unsere teilweise wenig überzeugende Geschichte mit Gottes Schöpfung…

Deshalb besteht dieser Tag nicht nur aus Jubel und Dank, sondern ebenso aus Besinnung und Umkehr. Am besten natürlich auch aus konkreten Taten zum Wohl der Schöpfung!

Schöpfung feiern & erleben

In Österreichs Kirchen hat die "Schöpfungszeit" bereits Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische Schöpfungsgottesdienste und Gebete, Wanderungen und eine "Schienenwallfahrt", die Aktion "Wir RADLn in die Kirche", Vorträge und Diskussionen.

Bischof Alois Schwarz (St. Pölten), in der Österreichischen Bischofskonferenz Referatsbischof für Umwelt, rief dazu auf, die Schöpfungszeit angesichts des fortschreitenden Klimawandels als Anstoß zu einem schöpfungsgerechten Lebensstil und als wichtigen "Gewissensspiegel" zu betrachten. Einsatz für Nachhaltigkeit sei freilich nicht nur in der "Schöpfungszeit" gefordert.

"Wir Umweltbeauftragten empfinden den Einsatz von Papst Franziskus als Geschenk und sind dankbar, dass die österreichischen Bischöfe hier ambitionierte Zeichen setzen. Trotz vieler Fortschritte (tolle Projekte in den Pfarren, Leitlinien zur Nachhaltigkeit, ökofaire Beschaffungsordnung und Klimastrategie) sind wir immer noch von wirkmächtiger Schöpfungsverantwortung entfernt. Insofern gehört ein 'langer Atem' in das Anforderungsprofil von uns (kirchlichen) UmweltschützerInnen."

so Hemma Opis-Pieber, Sprecherin der Konferenz der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreich

Wir tun was

Haben auch Sie ein spezielles Programm in Ihrer Pfarrer? Gerne veröffentlichen wir Ihre Aktivität in der Schöpfungszeit. Bitte senden Sie uns dazu Ihren Beitrag an: nina.vasold@kath-kirche-kaernten.at oder via WhatsApp 0676 8772 2118.

Hier finden Sie Anregungen für die Gottesdienstgestaltung sowie Informationen für Ihren persönlicher Beitrag in der Schöpfungszeit!