Organisation

Referat für Schöpfungsverantwortung

Natürlich Feiern - das schöpfungsfreundlichste Pfarrfest

Mobil mit Strom aus der Sonne (Pfarre Köttmansdorf) (© Foto: Sandriesser Ernst)
Mobil mit Strom aus der Sonne (Pfarre Köttmansdorf) (© Foto: Sandriesser Ernst)

(22.11.10) Mit der Gestaltung ihres Pfarrfestes konnte die Pfarre Ludmannsdorf/Bilcovs heuer den Pastoralen Innovationspreis gewinnen. "Die Pfarrgemeinde überzeugte in den Wertungsbereichen Liturgie, Einkauf, Durchführung und Öffentlichkeitsarbeit die Jury mit besonders nachahmenswerten Idee", erklärte Mag. Ernst Sandriesser, Umweltbeauftragter der Diözese Gurk, die Entscheidung.
Neben einem Info- und Verkaufsstand des Weltladen Klagenfurt gab es eine Modeschau mit fair erzeugten Naturtextilien. Die Standards bei der Verpflegung waren regional, saisonal, biologisch und fair- gehandelt. Um Müll zu vermeiden wurde das Essen auf Porzellantellern serviert und die Getränke in Gläser ausgeschenkt.
"Alte Spiele neu entdecken" war ein weiteres Highlight dieses Pfarrfestes. Die Idee dahinter war, Kinder zu ermutigen sich im Dorf zu treffen und gemeinsam zu spielen.
 

Den zweiten Platz erreichte die Pfarre Rangersdorf mit ihrem Pfarrfestmotto" wies früher woar". Nach alter Tradition wurde an Samstagen die übliche Arbeit früher beendet und ,„gekochte Krapfen“ mit „Erdäpfelfülle“ und „Kletzenfülle“ gemeinsam vorbereitet;„in der Rein“ gekocht und alle saßen „rund um den Tisch“. Man spürte den Feierabend am Samstag und genoss das Beisammensein in der Familie. Diese Stimmung sollte das Pfarrfest auch vermitteln.
Die Speisen für dieses Pfarrfest wurden auf Porzellan-Teller angerichtet. Die Pfarre besitzt genügend Teller, Dessertteller, Gläser und Tassen, um ein Pfarrfest auszurichten, dankenswerterweise anlässlich der Geschirr-Umstellung eines Hotels.
Auch Lehrer der Volkschule, die eine ÖKOLOG-Schule (Umweltschule) ist, haben mitgeholfen.

Den dritten Platz teilten sich punktegleich die Pfarren Gottestal, Saak und St. Peter im Katschtal.
In der Pfarre Gottestal wurde der gesamte Kirchenschmuck und der Schmuck vor der Kirche sowie des Pfarrhofes mit Naturmaterialien gestaltet. Das Gebäck kam von einer kleinen Bäckerin vor Ort . Der Kaffee war aus fairem Handel und die Milch vom Kloster Wernberg.
Der Most kam direkt frisch von der Obstpresse - aus den eigenen Äpfeln unserer Pfarrgemeinde.

In der Pfarre Saak ist die Bewahrung der Schöpfung seit vielen Jahren ein Thema. Vor allem Fr. Romana Martinz ist seit vielen Jahren die treibende Kraft. Seit zwei Jahren gibt es im monatlichen Pfarrbrief eine regelmäßige Umweltseite. Bäckerei und Fleischerei lieferten die Lebensmittel, Porzellangeschirr ersetzte die Plastikteller und Stofftischtücher ersparte eine Menge Plastikmüll.

In St. Peter im Katschtal stand das Pfarrfest unter dem Motto "Mit Freude und Begeisterung gemeinsam feiern". Pfarrer Josef Hörner unterstrich in seiner Predigt die Verantwortung für die Schöpfung ein und betonte, dass nicht der finanzielle Erfolg oder die Steigerung der Besucherzahl das erste Ziel eines Pfarrfestes sein dürfen, sondern die Gemeinschaft und der Dienst am Nächsten.