2. Jahrestag von “Laudato Si”

Umstieg auf erneuerbare Energie auf kirchlichen Gebäuden  - Photovoltaikanlage in Sta. Christiana Wien (© Foto: TausendundeinDach)
Umstieg auf erneuerbare Energie auf kirchlichen Gebäuden - Photovoltaikanlage in Sta. Christiana Wien (© Foto: TausendundeinDach)

Vor zwei Jahren, am 18. Juni 2015, veröffentlichte Papst Franziskus die viel beachtete Enzyklika Laudato Si‘ (LS). Darin wies er mehrfach auf den Klimawandel und die dringend gebotene Reduzierung von Treibhausgasen hin. Es verlange Ehrlichkeit, Mut und Verantwortlichkeit vor allem der Länder, die am mächtigsten sind und die am stärksten die Umwelt verschmutzen (vgl. LS 169).

Zur beginnenden Sommer-Reisezeit und vor der Nationalratswahl erinnert Umweltbischof Dr. Alois Schwarz:

„Wer auf Flugreisen verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung unseres gemeinsamen Hauses Erde. Reisen mit Bahn, Bus und Fahrrad haben die beste Ökobilanz und sind deshalb klar zu bevorzugen.“

Eine ökologische Steuerreform und eine entsprechende Klima- und Energiestrategie sind aus Sicht von Bischof Schwarz deshalb vordringliche Aufgaben der neuen Bundesregierung. Steuervorteile für den Flug- und Schiffverkehr sollen national und international abgeschafft werden. Die CO2-Kompensation bei Flugreisen, zu der sich auch mehrere österreichische Diözesen in ihren nachhaltigen Leitlinien verpflichtet haben, ist ein erster, bewusstseinsbildender Schritt.

Vor zwei Jahren hat die Österreichische Bischofskonferenz im Licht von Laudato Si‘ ambitionierte Umweltziele zu den Themen Nachhaltige Leitlinien, Energiewende und Öko-soziale Beschaffungsordnung beschlossen. Diese werden nun in den Diözesen umgesetzt. Damit trägt die katholische Kirche in ihrem eigenen Handlungsbereich Verantwortung. Umweltbischof Alois Schwarz freut sich über den Einsatz von Pfarren:

„Ich lade Pfarren ein, sich mit ihren Umweltprojekten für den Kirchlichen Umweltpreis Österreich zu bewerben, der genau in einem Jahr verliehen wird.“