TRAUERHILFE
Wenn Trauer alles durcheinander bringt
Warum tut Trauer so weh?
Die Trauer beginnt dort, wo etwas Wesentliches verloren geht, nicht nur bei Todesfällen.
Trauer ist kein Defekt, den man reparieren muss. Keine Krankheit, die möglichst schnell verschwinden sollte. Und sie ist auch kein persönliches Versagen, nur weil das Leben nach einem Verlust nicht nach ein paar Wochen wieder "normal" funktioniert.
Wir Menschen haben für beinahe alles einen Zeitplan: Krank sein - aber bitte bald wieder leistungsfähig; Erschöpft sein - aber trotzdem funktionieren; Trauern - aber irgendwann müsse es doch "auch mal wieder gut sein".
Hilfe annehmen: Vielleicht kennst du das: Jemand bietet dir an, die Kinder zu übernehmen; Jemand fragt, ob ihr euch treffen wollt; Jemand will dir im Haushalt helfen.
Und du? Du schaffst es nicht, Ja zu sagen. Nicht weil du nicht willst, sondern weil ... du keine Kraft hast, zurückzuschreiben; ...Verabredungen sich wie Marathonläufe anfühlen; ... Menschen ins Haus zu lassen, überwältigend ist.
Wichtig ist: aktiv werden: Fahrrad fahren, wandern, spazieren gehen, joggen, Stretching, skateboarden, Schwimmen, einen Körper so bewegen, wie er es möchte.
DU MUSST NICHT "STARK" SEIN FÜR DIE ANDEREN. DU DARST EINFACH NUR DU SEIN, MIT ALLEM, WAS DAZU GEHÖRT.
Eva Maria Kuschei, Ehrenamtliche Trauerbegleiterin