Organisation

Orgel- und Glockenkommission

Klagenfurt - Dom

Domkirche „Hl. Peter und Paul“ - Marienorgel

Seit dem Jahr 2016 erklingt in der Domkirche Klagenfurt, neben der weithin bekannten Domorgel, ein zweites bedeutsames Instrument: die Marienorgel aus der Werkstätte der österreichischen „Rieger Orgelbau GmbH“ in Schwarzach. Mit ihren 35 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal, zählt sie zu den größeren Instrumenten der Orgellandschaft Kärntens. Sie ist einem französisch-romantischen Klangbild verpflichtet und so in besonderer Weise geeignet, Orgelwerke von Komponisten wie César Franck, Louis Vierne und Charles-Marie Widor darzustellen. Der hohe Anteil an französischen Zungenstimmen verleiht ihr den symphonischen Klang einer großen Kathedralorgel. In der Orgellandschaft Kärntens einzigartige und unverwechselbare Register sind die „Voix humaine 8‘“ im Schwellwerk und der „Clairon 4‘“ im Pedal. Auch die „Gambe 8‘“ am Hauptwerk gibt der Marienorgel einen ganz besonderen klanglichen Reiz. Eine besondere Stärke der neuen Chororgel des Klagenfurter Doms liegt aber in den leisen und sanften Registern. Eine spezielle Technik im Aufbau des Schwellkastens und der Schwelltüren ermöglicht eine bisher unbekannte dynamische Bandbreite. Diese Eigenschaften machen die Marienorgel besonders anpassungsfähig im Zusammenspiel mit Solisten und Chören der Dommusik bis hin zum großen symphonischen Orchester. Wenn die Marienorgel in den großen liturgischen Pontifi kalfeiern ihre Stimme gemeinsam mit der Domorgel, der Dommusik und der singenden Gemeinde erhebt, wird man eingehüllt und getragen vom Orgelklang, der sich im Dom zu einem großen Lobgesang verbindet.

Quelle: Broschüre "Kirchenorgeln in Kärnten, Slowenien und Friaul"