Sieben Akolythen zum Dienst am Leib Christi bestellt

Feierliche Beauftragung in der Pfarrkirche Maria Rain

Die neuen AkolythInnen (vorne v. l. n. r.) Dreger, Puschl, Dovjak, Kainig-Koren, Kristinus, Berger und Urank (hinten 2. v. r.) mit Bischof Marketz, Ausbildungsleiter Einspieler (1. v. r.) und Diakon Gfreiner (1. v. l.) - (Bild: Dieter Arbeiter)
Die neuen AkolythInnen (vorne v. l. n. r.) Dreger, Puschl, Dovjak, Kainig-Koren, Kristinus, Berger und Urank (hinten 2. v. r.) mit Bischof Marketz, Ausbildungsleiter Einspieler (1. v. r.) und Diakon Gfreiner (1. v. l.) - (Bild: Dieter Arbeiter)

Etwa 300 Gläubige haben sich am 31. Mai 2026, dem Dreifaltigkeitssonntag, in der Wallfahrtskirche Maria Rain versammelt, um mit einer Frau und sechs Männern ihre Berufung zum Akolythat zu feiern. Diesem denkwürdigen Tag war ein Jahr der inhaltlichen Vorbereitung, geistlichen Vertiefung und praktischen Einübung vorangegangen. Mit der Zeit hat man wohl auch in den Pfarren, aus denen die Kandidaten stammen, gemerkt, dass dieser Dienst etwas Besonderes ist und etliche Menschen dazu bewogen, dabei zu sein, wenn Personen aus ihrer Mitte mit ihrem „Hier bin ich“ – „Tukaj sem“ vor dem Bischof bekunden, sich in Dienst nehmen zu lassen. Von nun an werden sie dauerhaft für das eucharistische Leben in ihren Pfarren Sorge tragen, liturgische Feiern vorbereiten und daran mitwirken, Kranken die heilige Kommunion bringen, das Allerheiligste zur Anbetung aussetzen und dafür sorgen, dass sich Menschen mit ihren Talenten aktiv und tätig in die Feier der Liturgie einbringen können.

Die wesentliche Grundhaltung eines Akolythen

Bischof Dr. Josef Marketz knüpfte in seiner Predigt an die Schriftlesungen des Festes an und hob die Liebe und Barmherzigkeit als die beiden wesentlichen Grundhaltungen eines Akolythen hervor. Es gehe an erster Stelle nicht um praktisch-liturgische Fragen oder die Richtigkeit des Tuns. Wichtiger ist, dass man an der Art, wie ein Akolyth wirkt, erkennt, dass er im Geist Gottes wirkt, der die Menschen bedingungslos liebt und annimmt. Nach dem Gebet des Bischofs über den Kandidaten überreichten ihnen die Pfarrer, unterstützt von den Diakonen, das liturgische Gewand, die Albe. Sie erinnert einerseits an die Taufe, durch die jeder Christ, jede Christin berufen ist, am Aufbau der Kirche mitzuwirken. Dass sich diese allgemeine Berufung konkret entfaltet, ist in der Lebensgeschichte der sieben Akolythen schon bisher deutlich geworden. Nun ist daraus auch eine Verbindlichkeit erwachsen. So bringt die Albe auch zum Ausdruck, dass die Pfarren mit ihren Vorstehern die Berufung der Kandidaten anerkannt haben. Fortan soll dies im Gottesdienst sichtbar werden, darüber hinaus aber auch im Verborgenen den pfarrlichen Alltag prägen.

Einheit in der Vielfalt

Dass die Akolythen Teil eines größeren Ganzen sind, kam auch dadurch zum Ausdruck, dass im Altarraum eine Vielzahl an liturgischen Diensten mitwirkte: der Bischof, die Priester und Diakone, die Ständigen Lektorinnen aus Gallizien sowie die Ministranten aus Maria Rain. So wird deutlich, dass viele für die Kirche Verantwortung tragen. Einen wesentlichen Beitrag zur Feierlichkeit leistete auch die Musik. Das Quartett Quadrophonia+ (Leitung: Mag. Sigrid Konnerth) sorgte mit ausgewählter geistlicher Literatur für eine feierliche Atmosphäre und unterstützte das Volk beim Singen. Dazu trugen auch Nicklas Dovjak an der Orgel und Peter Hribernik als Kantor bei. Sara Lee Petschnig aber machte es den Gläubigen mit den wohltuenden Klängen ihrer Harfe besonders leicht, für die Kandidaten zu beten.

Im Anschluss an die Feier bot das Haus der Begegnung Zeit für das Beisammensein und Gespräch. Ein großes Danke der Pfarre Maria Rain für ihre Gastfreundschaft!

Interesse?

Der nächste Kurs beginnt im Jänner 2027 in Spittal an der Drau. Wenn Sie sich auf diese Weise in das kirchliche Leben einbringen möchten, nehmen Sie bitte mit Klaus Einspieler (vorerst unverbindlich) Kontakt auf. Informationen zu diesem Dienst finden Sie zudem auf der diözesanen Homepage: Akolythat.