Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten

Themen unserer Zeit und die Verpflichtung sich einzumischen!

 (© Foto: Werkstatt Ökonomie)
(© Foto: Werkstatt Ökonomie)

Klimawandel, Finanzmarkt- und Schuldenkrise, anwachsende Arbeitslosigkeit, Hunger und soziale Spaltung....

Vor unseren Augen spielt sich ein Drama unvorstellbaren Ausmaßes ab. Wir stehen vor einem Scherbenhaufen globaler Krisen. 

  • Der rasant vortschreitende Klimawandel verdeutlicht, dass unsere Ressourcen, als Basis des Wirtschaftens und unseres Wohlstandes, endlich sind.
  • 1,5 Milliarden Menschen hungern weltweit und leben in äußerster Armut. Selbst in den reichen Ländern nimmt die Armut im Überfluss zu. 1,1 Milliarden  Menschen haben keinen Zugang zu sauberen und ausreichendem Trinkwasser.
  • Öffentliche Güter wie Wasser und Energie, Bildung und Krankenversorgung, ja die Natur selbst werden durch Privatisierungen und Patentierungen dem Gesetz des Profits unterworfen.
  • Übermächtige Finanzinstitute haben die weltweite Finanzkrise verursacht und die Gesellschaft in Geiselhaft genommen. Sie haben die Politik unter Druck gesetzt, ihre Spekulationsverluste kommenden Generationen aufgebürdet und gesellschaftliche Verantwortung verweigert.
  • Die wachsende soziale Kluft zwischen den Wenigen, die sinnlosen Reichtum anhäufen, und den Zahllosen, denen das Existenzminimum vorenthalten wird, führt unweigerlich zu gewaltsamen Konflikten zwischen Bürgern und zwischen Völkern.
  • Die Erwerbsarbeit unterliegt der Globalisierung der Warenproduktion, sie muss billig, kurzfristig verfügbar und hochproduktiv sein. Die Auswirkungen dieser veränderten Arbeitswelt greifen ins Private, die Familie und ins gesellschaftliche Umfeld hinein. (Arbeitslosigkeit, Working Poor, Prekäre Beschäftigung)

Immer mehr Menschen spüren die negativen Auswirkungen unserer marktradikalen Wirtschafts- und Lebensweise bis in ihr eigenes Leben hinein.


Das Credo über ein fortdauerndes Wachstum, die Plünderung der Schöpfung, die Liberalisierung der Märkte und die Deregulierung der Arbeit findet jedoch keine Zustimmung mehr bei den Menschen und auch nicht bei den großen christlichen Kirchen. 

 

Papst Franziskus fordert eine radikale Reform des Finanz- und Wirtschaftssystems auf der Grundlage ethischer Normen, die zu einer Wirtschaftsreform führe, die jedem zugutekomme. 

"Geld muss uns dienen, nicht über uns herrschen. Die Wirtschaftskrise hat Angst und Verzweiflung geschaffen, sie hat vielen die Lebensfreude genommen und Gewalt und Armut steigen lassen. Wir haben neue Idole geschaffen", sagt der Papst. "Was einst Anbetung des goldenen Kalbes gewesen sei, seien heute der Kult um das Geld und die Diktatur einer  Wirtschaft ohne Gesicht und ohne menschliche Ziele. Und schlimmer noch, der Mensch selbst wird sogar als Konsumgut angesehen, das man benutzen und dann wegwerfen kann. Die Kapitalmärkte steuern die Arbeitswelt, diktieren die Unternehmen und nehmen ganze Staaten in Haft“, rügt Franzikus.  (Q.: Reuters, 16.5.2013)

Christus spricht:
„Ich bin gekommen,
damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.“
Johannes 10, 10

Ist ein Leben in Fülle möglich?

Viele Menschen fragen sich heute, wie eine neue Ordnung, die dem Gemeinwohl und der Nachhaltigkeit dient, denn aussehen könnte?

Warum arbeiten wir so, wie wir arbeiten? Wie können und müssen wir leben und arbeiten, damit alle Menschen und die Schöpfung gut leben können?

Wo sind erste Ansatzpunkte, um umzusteuern?

Vieles kann nicht mehr so bleiben, wie es ist! Dies gilt vor allem auch für unsere derzeitige Wirtschaftsordnung!

Wir leben in einer Zeit aufeinanderprallender Konflikte und massiven institutionellen Versagens, in einer Zeit von Ende und Neuanfang. Man spürt, wie sich etwas Grundsätzliches verschiebt und langsam stirbt, während etwas anderes geboren werden will.

Wir wollen mit diesen Zeilen besonders jene Menschen ansprechen, die sich fundiert mit Ansätzen einer zukunftsfähigen Solidarischen Ökonomie und einer menschengerechten Ausgestaltung einer Tätigkeitsgesellschaft („Triade der Arbeit“) beschäftigen und diese engagiert in die öffentliche Auseinandersetzung einbringen wollen. Wir benötigen ihre Unterstützung.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

KAB-Kärnten, A-9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tarviser Straße 30, Mobil 0676 87722450,  ka.kab@kath-kirche-kaernten-at

 

Ja, eine bessere Welt ist möglich! Im Schatten des Alten wächst Neues heran.

Die Zahl der Menschen steigt, die den Aufbruch wollen. Diese Menschen beginnen hiermit in vielleicht kleinen Schritten. Aber sie bilden eine große Gemeinschaft, die sich zu einer starken Kraft vereinen kann. Während die bestehenden Institutionen der Finanzwelt und der Politik das Vertrauen der BürgerInnen verloren haben, sind inzwischen vielerlei Initiativen entstanden. Die vielen weltweit bereits praktizierten neuen Wirtschafts- und Lebensweisen zeigen, dass es anders geht. 

Wann, wenn nicht jetzt ist es Zeit, mit Mut und Kreativität die notwendigen Veränderungen anzugehen?

Die Transformation hat schon begonnen!

Bitte beachten Sie auch die Hinweise auf unserer Linksammlung!

Mehr unter: http://www.umkehr-zum-leben.de/de/startseite/