Neue OP-Technik stärkt zertifizierte Brustkrebsversorgung
Externe Fachgutachter:innen bestätigen die hohe Qualität des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan nach den Qualitätskriterien der unabhängigen Zertifizierungsstelle DocZert.
Neue OP-Technik stärkt zertifizierte Brustkrebsversorgung
Das Team des Brustzentrums Kärnten mit den Fachgutachtern Oberärztin Dr. Kristina Schönau und
DI Rainer Hartmann vor der Pink Ribbon-Schleife – dem internationalen Symbol für Brustkrebsaufklärung. Die Re-Zertifizierung des Brustzentrums bestätigt die Qualität der interdisziplinären Versorgung nach den Kriterien der DocZert.
Externe Fachgutachter:innen bestätigen die hohe Qualität des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan nach den Qualitätskriterien der unabhängigen Zertifizierungsstelle DocZert.
Mit der Einführung einer neuen Technologie in der Brustchirurgie erweitert das Brustzentrum zudem sein medizinisches Angebot. Ab 2027 soll darüber hinaus das „Pink & Proud Café“ gemeinsam mit der Krebshilfe Kärnten einen geschützten Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung von Brustkrebspatient:innen schaffen.
Die Pink Ribbon-Schleife ist weltweit das Symbol für Brustkrebsaufklärung und Solidarität mit Betroffenen. Hinter diesem Zeichen stehen im Brustzentrum Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit Menschen aus vielen Berufsgruppen, die täglich gemeinsam an einem Ziel arbeiten: Jede/r Patient:in soll rasch Klarheit erhalten und eine Behandlung bekommen, die auf die persönliche Situation abgestimmt ist.
Dass dieses Zusammenspiel funktioniert, bestätigte die aktuelle Re-Zertifizierung nach den Qualitätskriterien der DocZert. Externe Fachgutachter:innen überprüften medizinische und organisatorische Abläufe, führten Gespräche mit Ärzt:innen, Pflegekräften und weiteren Berufsgruppen und besichtigten die Mamma-Ambulanz, den Operationsbereich, die Chirurgie, die Interne Medizin sowie die Radiologie. Besonders positiv bewerteten sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Betreuung der Patient:innen und die Entwicklung des Brustzentrums in den vergangenen Jahren. Sie empfahlen die Verlängerung des Qualitätszertifikats.
Viele Fachrichtungen – eine gemeinsame Entscheidung
Seit mehr als 20 Jahren arbeiten im Brustzentrum Kärnten Spezialist:innen aus Radiologie, Chirurgie, Gynäkologie, Innerer Medizin, Pathologie und Strahlentherapie zusammen. Unterstützt werden sie von Breast Care Nurses sowie weiteren Berufsgruppen. Herzstück des Brustzentrums ist die wöchentliche Tumorkonferenz. Dort besprechen die Expert:innen jeden einzelnen Fall und legen auf Basis aller Befunde den weiteren Behandlungsweg fest. „Im Tumorboard kommt das Wissen aller beteiligten Fachrichtungen zusammen. Wir diskutieren jeden Fall, wägen die verschiedenen Therapieoptionen ab und treffen anschließend eine gemeinsame Entscheidung. Genau diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist die Grundlage einer modernen Brustkrebsbehandlung“, sagt OÄ Dr. Barbara Kohlweg, Chirurgin und stellvertretende Leiterin des Brustzentrums.
Neue Technologie in der Brustchirurgie
Mit der Einführung der SCOUT-Markierung setzt das Brustzentrum Kärnten auf eine neue und moderne Technologie zur präzisen Lokalisierung nicht tastbarer Brustveränderungen. Bereits bei der Gewebeentnahme wird ein kleiner Marker eingesetzt, der während der Operation mithilfe eines radarbasierten Systems zuverlässig geortet werden kann. Damit entfällt die bisher erforderliche Drahtmarkierung unmittelbar vor dem Eingriff. Das erleichtert die Operationsvorbereitung und reduziert die Belastung für die Patient:innen. „Für viele Betroffene bedeutet das einen zusätzlichen Eingriff weniger und einen spürbar angenehmeren Ablauf vor der Operation“, sagt OÄ Dr. Barbara Kohlweg, Chirurgin und stellvertretende Leiterin des Brustzentrums.
Dr. Gregor Huber, MAS und
Oberärztin Dr. Barbara Kohlweg
Qualität muss sich jeden Tag bewähren
Die kontinuierliche Weiterentwicklung medizinischer Verfahren ist Teil eines umfassenden Qualitätsanspruchs. Das Brustzentrum Kärnten ist seit 2010 nach den Qualitätskriterien der unabhängigen Zertifizierungsstelle DocZert zertifiziert. In regelmäßigen Abständen überprüfen externe Fachgutachter:innen, ob die geforderten Standards im klinischen Alltag eingehalten werden. „Ein Audit zeigt nicht nur, ob Prozesse dokumentiert sind. Es zeigt vor allem, ob die Zusammenarbeit im Alltag funktioniert. Dieses Ergebnis ist die Leistung vieler Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihr Wissen einbringen“, sagt Ärztlicher Direktor und Chirurgie-Vorstand sowie der Leiter des Brustzentrums Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS.
Der Weg ins Brustzentrum Kärnten führt für viele Patient:innen zunächst in eine niedergelassene Ordination. Eine wichtige Schnittstelle bildet dabei die Ordination von Dr. Gregor Huber in St. Veit/Glan. Die enge Abstimmung erleichtert die weitere Behandlung und verkürzt Wege. Deshalb endet die Zusammenarbeit nicht an der Krankenhaustür. „Gerade nach einer Brustkrebsdiagnose zählt oft jeder Tag. Wenn Ordination und Krankenhaus eng zusammenarbeiten, können wir Befunde rasch abstimmen und die nächsten Schritte ohne unnötige Verzögerung planen. Das schafft Orientierung und gibt Sicherheit“, sagt Chirurg und Brustzentrum-Parntner Dr. Huber. Die medizinische Bewertung übernahm die Chirurgin Oberärztin Dr. Kristina Schönau als Fachgutachterin. Gemeinsam mit Systemgutachter DI Rainer Hartmann prüfte sie die Abläufe im Brustzentrum Kärnten.
Gemeinsam mit der Krebshilfe Kärnten ist ab dem kommenden Jahr ein „Pink & Proud Café“ im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit geplant. Das neue Angebot soll Brustkrebspatient:innen Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten.
Begegnung über die medizinische Behandlung hinaus
Neben der medizinischen Versorgung möchte das Brustzentrum Kärnten künftig auch den persönlichen Austausch von Betroffenen stärken. Gemeinsam mit der Krebshilfe Kärnten ist für das kommende Jahr ein „Pink & Proud Café“ im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit geplant. Das neue Angebot soll Brustkrebspatient:innen einen geschützten Rahmen bieten, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig zu stärken. Damit wird das bestehende Betreuungsangebot um einen wichtigen psychosozialen Baustein erweitert.
Terminvergabe Brustzentrum Kärnten mit Zuweisung einer/s niedergelassenen Fachärzt:in oder Radiolog:in
📞 04212 / 499 - 8666
Telefonische Erreichbarkeit:
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