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Internetredaktion der Diözese Gurk

Krankenhaus-Kapelle erstrahlt nach umfassender Sanierung in neuem Glanz

Behutsam saniert, künstlerisch neu interpretiert und in ihrer besonderen Atmosphäre bewahrt: Zum 20-jährigen Kooperationsjubiläum mit den Barmherzigen Brüdern Europa Mitte wurde die Krankenhauskapelle des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt umfassend erneuert. Die künstlerische Gestaltung stammt vom Kärntner Künstler Valentin Oman.

Anlässlich des 20-jährigen Kooperationsjubiläums mit den Barmherzigen Brüdern Europa Mitte erstrahlt die Krankenhauskapelle des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt im Jahr 2026 in neuem Glanz. Ziel der umfassenden Sanierung war es, die Kapelle räumlich und optisch zu öffnen, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. Wesentliche Elemente wie Altar, Ambo, Tabernakel aus Messing, die Nussholzvertäfelung aus den 1960er-Jahren sowie die Kirchenbänke wurden behutsam saniert und erhalten. Gleichzeitig wurden zentrale Infrastrukturen erneuert – darunter Fenster, Elektrik, Fußboden, Decke und das Beleuchtungskonzept – und durch Werke des Kärntner Künstlers Valentin Oman neue Akzente gesetzt.

Historische Elemente und Fenster neu gedacht

Besonders wichtig war der Erhalt historischer Elemente – dazu zählen auch die farbigen Glasfenster, die den Lichteinfall in der Krankenhauskapelle über Jahrzehnte geprägt haben. Zwei dieser Fenster konnten restauriert werden. Sie befinden sich nun als verschiebbare Innenelemente an der Rückseite der Kapelle und wurden direkt vor den bestehenden Fenstern platziert.

Künstlerische Gestaltung durch Valentin Oman

Für die künstlerische Gestaltung konnte der Kärntner Künstler Valentin Oman gewonnen werden. Sie gliedert sich in drei wesentliche Bereiche:

  • Zwei Tafelbilder mit den Titeln Ecce Homo I und Ecce Homo II
    Beide Werke entstanden 2006 und wurden in Mischtechnik auf Leinwand (200 . 40 cm) ausgeführt.
  • Künstlerische Gestaltung der Glaselemente
    Beim Betreten der Kapelle fallen die südseitigen Fenster ins Auge, die den Raum mit natürlichem Licht durchfluten. Davor wurden zwei raumhohe satinierte Glaselemente angebracht. Grundlage für deren Gestaltung sind die gegenüberliegenden Originalwerke Ecce Homo I und Ecce Homo II. Im künstlerischen Schaffen von Valentin Oman steht Ecce Homo für die Fragilität, Verletzlichkeit und Vielschichtigkeit des Menschen in all seinen Lebensfacetten.
  • Gestaltung des Altarkreuzes (Taukreuz)
    Das zentrale liturgische Element bildet ein transparentes Taukreuz, in dessen Mitte die Darstellung einer menschlichen Figur erkennbar ist. Oman verweist damit auf die Endlichkeit und Zerbrechlichkeit des Menschen. Die Glasstele wird durch das vorgesetzte Taukreuz ergänzt und macht das Kreuz als zentrales Symbol des christlichen Glaubens sichtbar.

Ein Ort der Stille und Besinnung

Durch die Verbindung der beiden Tafelbilder Ecce Homo I und Ecce Homo II mit dem Motiv der Glasgestaltung und der skulpturalen Umsetzung des Taukreuzes entsteht ein Ort der Stille und Besinnung – ein sakraler Raum, der sich bewusst vom täglichen Krankenhausbetrieb abhebt. Patient:innen kommen zu Fuß, mit dem Rollator oder werden im Rollstuhl in die Kapelle begleitet. Hier stehen Ruhe, Reflexion und Besinnung im Mittelpunkt.

Historische Substanz und zeitgenössische Kunst verbinden

Die Sanierung verbindet den behutsamen Erhalt historischer Substanz mit zeitgenössischer Kunst. Ziel war es, die Kapelle als Ort der Ruhe und Orientierung im Spannungsfeld zur Funktionalität des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt weiter zu stärken. Nach der Neugestaltung des Haupteingangs setzt auch dieses Projekt ein Zeichen für die gelungene Verbindung von zeitgenössischer Kunst, Liturgie und moderner Infrastruktur in einer hospitalen Umgebung mit jahrhundertealter Tradition. Geschäftsführer Mag. Michael Steiner, MAS: „Wir sind Valentin Oman sowie allen Beteiligten – von der Planung bis zur Ausführung – sehr dankbar, dass sie dieses besondere Projekt gemeinsam mit uns umgesetzt haben. Die neu gestaltete Kapelle bietet unseren Patient:innen, Angehörigen, Mitarbeitenden und allen Besucher:innen einen Ort der Ruhe und Besinnung.“