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Internetredaktion der Diözese Gurk

Konkrete Hoffnung – Projekte des Heiligen Jahres in der Diözese Gurk

Ein Rückblick auf das Heilige Jahre 2025 von Seelsorgeamtsdirektorin Elisabeth Schneider-Brandauer

Hoffnung bleibt nicht abstrakt. Sie will Gestalt annehmen – in Taten, Begegnungen und Solidarität. Genau das ist im Heiligen Jahr in unserer Diözese geschehen. Zahlreiche Projekte, Initiativen und spirituelle Wege haben gezeigt: Hoffnung wird lebendig, wenn sie gelebt wird.

Seelsorgeramtsdirektorin Elisabeth Schneider-Brandauer zu Silvester im Dom zu Klagenfurt (Videostill aus dem Livestream der Dompfarre)
Seelsorgeramtsdirektorin Elisabeth Schneider-Brandauer zu Silvester im Dom zu Klagenfurt (Videostill aus dem Livestream der Dompfarre)

Seelsorgeamtsleiterin Elisabeth Schneider-Brandauer blickte im Rahmen des Jahresschlussgottesdienstes zu Silvester im Dom zu Klagenfurt auf ein Jahr zurück, das von Vielfalt, Engagement und gelebtem Glauben geprägt war.

Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung

Ausgangspunkt war der Auftrag von Papst Franziskus: „Seid Pilger und Pilgerinnen der Hoffnung!“

Bischof Josef Marketz griff diese Vision begeistert auf und wünschte sich Vielfalt. So entstand ein buntes Mosaik an Initiativen. Vieles davon wird bleiben – manches hoffentlich durch das Engagement vieler Menschen weitergeführt.
21 Jubiläumskirchen und 15 Segensorte luden im ganzen Land zum Innehalten, Staunen und Beten ein. Kärntens reiche Kirchen- und Gebetslandschaft wurde neu entdeckt.
Mit Pilgerpässen machten sich Menschen auf den Weg – zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad, allein oder in Gemeinschaft. Immer wieder kam die Rückmeldung: „Bitte überlegt eine Fortsetzung – das war so gelungen!“

Segen teilen und Hoffnung weitergeben

Rund um die Fastenzeit wurden etwa 20.000 Segenskarten verteilt. Dabei wurde sichtbar, wie groß der Einsatz der Pfarren ist – und zugleich, wie viel Mut es braucht, selbst zum Segensbringer oder zur Segensbringerin zu werden, etwa im eigenen Umfeld.
Zu Ostern folgten 78.000 Hoffnungsscheckkarten. Über einen QR-Code konnten Videos junger Menschen abgerufen werden, die einander zum Segen werden. Eine häufige Rückmeldung lautete: „Wir wussten gar nicht, dass Kirche so modern ist!“

Gemeinschaft über Grenzen hinweg

Vertreterinnen und Vertreter der Pfarren, Diakone, Medienleute sowie die Junge Kirche waren gemeinsam mit Bischof Marketz in Rom. Besonders eindrücklich fasste es der junge Teilnehmer Michael Kröndl zusammen:
„Es war voll schön, dass Bischof Josef so viel Zeit mit uns verbracht hat. Wir waren viele mit unterschiedlichen Glaubenszugängen, aber man hat gespürt: Wir gehören als Christen zusammen.“

Im Laufe des Jahres wurden zahlreiche Gottesdienste und Andachten gefeiert – unter anderem mit Großeltern, Pflegekräften und Einsatzorganisationen. In einer Pfarre predigte jeden Monat ein anderer Mensch und erzählte aus dem eigenen Leben als Hoffnungsgeschichte.
Deutlich wurde: Unsere Diözese verfügt über einen großen Reichtum an Feierformen und Wegen der Verkündigung, zu denen weiterhin ermutigt werden soll.

Foto: Internetredaktion / KHK
Foto: Internetredaktion / KHK

Versöhnung, Frieden und neue Wege der Rückkehr

Friedensgebete wurden initiiert und werden fortgesetzt. Versöhnung zeigt sich dabei als zentrales Lebensthema.
Mit der Online-Einladung „Die Tür ist offen“ wurden Menschen ermutigt, wieder in die Kirche einzutreten. Seitdem sind 106 Personen wieder Mitglieder der Kirche geworden. Ihre Rückmeldungen sind wertvoll und berührend.

Kreativität, Engagement und gelebte Solidarität

Zwölf Theatergruppen gestalteten unter dem Motto „Ein Stück Hoffnung!“ Aufführungen und warten nun gespannt auf die Preisverleihung im Februar.
Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Wunder ermöglichen“ motivierten Adventläufe, Konzerte, Lesungen und Adventkalender viele Menschen, für andere etwas zu geben.
Ein besonderer Höhepunkt war die Adventkampagne „Du bist Licht – Ti si luc“. Tausende Karten, Lichter und Hoffnungssymbole wurden verschenkt – ein sichtbares Zeichen für Kreativität, Freude und gelebte Hoffnung.

Hoffnung, die weiterträgt

Über das Heilige Jahr hinaus reicht die Einladung: „Schenk Gott und dir jeden Tag 15 Minuten“ – begleitet von einem täglichen Impulsbuch. Mehr als 30 Gruppen sind bereits unterwegs, ein Einstieg ist weiterhin möglich.

Aus dem Jahr der Hoffnung lassen sich drei zentrale Impulse mitnehmen:

  1. Dankbarkeit: Die Kirche in Kärnten lebt. Sie verbindet Tradition und Neues und wird von vielen engagierten Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträgern getragen.
  2. Christliche Hoffnung: Pfarrer Johannes Staudacher erinnert daran, dass es im Leben Situationen gibt, die sich nicht auflösen. Die Hoffnung auf den Himmel trägt durch die dunkelsten Zeiten.
  3. Ein konkreter Auftrag: Aus dem Hoffnungs-Adventkalender von Rosa Windbichler: „Besucht jemanden oder ruft jemanden an.“


Hoffnung beginnt im Kleinen – und im Dasein füreinander.
Hoffnung zu geben ist ein Auftrag. Wir nehmen ihn an.