Glockengeläut gegen Hunger: Österreichweite Aktion am Freitag um 15 Uhr
Bischöfe rufen zu Solidarität gegen Hunger auf - 645 Millionen hungernde Menschen weltweit
In rund 3.000 katholischen Pfarren Österreichs läuten am Freitag, 31. Juli, um 15 Uhr für fünf Minuten die Kirchenglocken als hörbares Zeichen gegen den weltweiten Hunger. Die Aktion geht auf einen Beschluss der Bischofskonferenz zurück und wird in Kooperation mit der Caritas durchgeführt. Sie fällt bewusst auf die Sterbestunde Jesu und soll auf das Leid von rund 645 Millionen weltweit hungernden Menschen (FAO-Bericht 2026) aufmerksam machen. Österreichs Bischöfe riefen schon im Vorfeld der Aktion zur Solidarität mit Hungernden auf.
"Eine Frage des Wollens"
Für Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler stellt das Glockengeläut "ein hörbares Zeichen unserer gemeinsamen Verantwortung" dar. Hunger zähle weiterhin zu den größten humanitären Herausforderungen der Zeit. Verschärft wird die dramatische Situation laut Caritas durch die Klimakrise: 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen leben bereits in Regionen, die stark von den Folgen der Klimakrise betroffen sind. "Wir dürfen die Millionen Menschen, die unmittelbar von Hunger betroffen sind, nicht vergessen. Es ist eine Frage des Wollens und der damit verbundenen politischen Entscheidungen, den weltweiten Hunger zu beenden", so Tödtling-Musenbichler.
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