Der Sonnengesang von Franz von Assisi neu interpretiert
Harald Jost und Eva Heidlmair erklären in einem ausführlichen Videointerview, was der Musikwettbewerb „Voices for the Earth“ bezwecken will
2026 jährt sich der Todestag des heiligen Franz von Assisi zum 800. Mal. Aus diesem Anlass wurde der Musikwettbewerb „Voices vor the Earth – Der Sonnengesang neu interpretiert“ ins Leben gerufen. In einem imFokus-Interview sprechen Harald Jost, Leiter des Referats für Schöpfungsverantwortung der Diözese Gurk, und Eva Heidlmair, Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau, über Idee, Ziele und Hintergründe des Projekts.
Musik als Brücke zwischen Spiritualität und ökologischer Verantwortung
Der Wettbewerb lädt Menschen aus allen Generationen und musikalischen Richtungen ein, den Sonnengesang - ein Gebet und Loblied auf die Schöpfung und den Schöpfer aus dem 13. Jahrhundert - kreativ und zeitgemäß neu zu vertonen. Musik soll dabei Brücken schlagen – zwischen Spiritualität und ökologischer Verantwortung. Der Sonnengesang des Franz von Assisi stellt Fragen, die heute aktueller denn je sind: nach unserem Umgang mit Natur, Ressourcen, Reichtum und Armut – und nach einem Leben in Verbundenheit.
Ein wichtiges Anliegen des Wettbewerbs ist es auch, neue Lieder für Kirche und Gesellschaft zu schaffen. In zwei Kategorien – einer offenen künstlerischen Kategorie und der Kategorie „Religiöses Lied“ für den gottesdienstlichen Gebrauch – werden ausschließlich Eigenkompositionen gesucht; der Einsatz von KI ist dabei ausgeschlossen.
Neue Lieder für Kirche und Gesellschaft
Die besten Beiträge werden am 3. Oktober 2026 (dem Todestag des heiligen Franziskus) in der Pfarrkirche von Krumpendorf aufgeführt. Einsendeschluss ist Ende der 30. Juni, die Juryentscheidung fällt im Juli.
Einblicke in ökologische Maßnahmen der Diözesen
Im Interview geht es aber nicht nur um Musik: Beide Gäste sprechen auch darüber, wie eng Spiritualität und ökologische Verantwortung zusammengehören, und sie geben Einblick in die konkreten ökologischen Maßnahmen ihrer Diözesen u. a. zur CO₂-Reduktion bis 2030. Der Sonnengesang wird dabei als spirituelle Quelle verstanden, die zum Handeln herausfordert.
Das vollständige Videointerview bietet vertiefende Einblicke, persönliche Perspektiven und Hintergründe zum Wettbewerb und zur kirchlichen Umweltarbeit – jetzt hier ansehen!