Pfarre

Hermagor

Führung in der Stadtpfarrkirche Hermagor

Mit Nachtwächter Bernhard begab sich die interessierte Gruppe zunächst rund um die Stadtpfarrkirche, wo sich einst der Friedhof befand.
Im Inneren der Kirche konnten zahlreiche kunsthistorische Besonderheiten entdeckt werden: die Statue des heiligen Hermagoras, die Orgel aus dem Jahr 1860 aus der Werkstatt von Grafenauer mit ihren original erhaltenen Prospektpfeifen, historische Grabplatten, noch erhaltene Fresken, der Flügelaltar (um 1500) in der Wolkensteinkapelle, der Nepomukaltar, der Rokoko-Marienaltar sowie die Rokoko-Kanzel. Anhand alter Fotografien zeigte Bernhard zudem, wie das Kircheninnere einst im Nazarenerstil gestaltet war.
Er erzählte vom großen Brand, von den ursprünglich fünf Kirchenglocken, die kriegsbedingt eingeschmolzen werden mussten, von der feierlichen Einweihung der nun bestehenden drei Kirchenglocken und vielen weiteren geschichtlichen Ereignissen.
Den Höhepunkt der Führung bildete schließlich der Besuch des Dachbodens. Das jahrhundertealte Gebälk und die beeindruckenden Hohlräume zwischen den Gewölben zeugen von außergewöhnlicher Zimmermannskunst und versetzten die Teilnehmenden in Staunen.
Ein großes Dankeschön an Bernhard, der mit seinem Wissen und seinen Erzählungen die Geschichte der Stadtpfarrkirche auf lebendige und kurzweilige Weise nähergebracht hat.