Organisation

Katholische Jungschar

Gruß vom Heiligen Nikolaus

Nikolausfest im Zeichen der Solidarität: Katholische Jungschar ruft zu mehr Engagement gegen Kinderarmut auf

Gruß vom Heiligen Nikolaus in der Diözese Gurk

Auch in diesem Jahr verbreitete der Nikolaus mit seinen Begleiterinnen wieder Freude in den Häusern der Diözese Gurk. Einige der Stationen seines Besuchs waren das Diözesanhaus, das Ordinariat inklusive Archiv, das Bischöfliche Seelsorgeamt-Slowenische Abteilung/Dušnopastirski urad, Nedelja, die Kirchenbeitragsstelle und die Informatikabteilung am Benediktiner Platz.Natürlich erschien der Nikolaus nicht mit leeren Händen, sondern hatte für jede*n Mitarbeiter*in eine Kleinigkeit dabei. Die Katholische Jungschar Kärnten und die Katholische Jugend Kärnten hoffen, dass sie auch im kommenden Jahr eine ebenso herzliche und freundliche Atmosphäre erwartet.

Am Nachmittag erlebten die Spaziergänger*innen am Wörthersee eine unerwartete Überraschung, als der Nikolaus der jungenKirche auftauchte und kleine Aufmerksamkeiten verteilte. Die Aktion brachte nicht nur Freude in die Herzen der Erwachsenen, sondern sorgte besonders bei den Kindern für strahlende Augen.

Nikolausfest im Zeichen der Solidarität: Katholische Jungschar ruft zu mehr Engagement gegen Kinderarmut auf.

Zum Gedenktag des hl. Nikolaus letzte Woche, erinnert die Katholische Jungschar an das Wirken des Schutzpatrons der Kinder und appelliert an Regierung und Politik, sich aktiv für die Kinderrechte und gegen Kinderarmut einzusetzen.

„Der Heilige Nikolaus ist ein Vorbild für solidarisches Handeln. Er hat sein Herz für notleidende Mitmenschen geöffnet und sich tatkräftig für andere eingesetzt“, erklärt Barbara Grüner, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar. So wie der Heilige Nikolaus entschieden Partei für Kinder ergriffen hat, sind auch für die Katholische Jungschar die Interessen und der Schutz aller Kinder in Österreich und darüber hinaus zentral.

Die Katholische Jungschar Österreich betont zum Nikolaustag das Bild eines menschenfreundlichen Beschützers, der sich besonders für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt „Zum diesjährigen Nikolaustag möchten wir besonders auf die Situation von armutsbetroffenen Kindern aufmerksam machen“, betont Barbara Grüner, „denn Armut ist für viele Kinder in Österreich leider nach wie vor Realität“. Obwohl Österreich eines der reichsten Länder der Welt ist, sind noch immer 17,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Fast ein Viertel davon sind Kinder (EU-SILC 2022). Armut hat massive Auswirkungen auf das Leben von Kindern, ihre sozialen Beziehungen, ihre Gesundheit und ihre Bildungserfolge. Kinder nehmen Armut anders wahr als Erwachsene, Armut bedeutet für Kinder, „mutterseelenallein sein“, „ausgeliefert sein“, „anders sein“ und „verletzbar sein“, wie Ingrid Kromer und Gudrun Horvath in ihrer Studie für die Katholische Jungschar „Arm dran sein & arm drauf sein“ zeigen.

Die Katholische Jungschar fordert daher die lückenlose Umsetzung der Kinderrechtskonvention und nimmt politische Verantwortungstragende in die Pflicht, sich entschlossen gegen Kinderarmut einzusetzen. Als eines von zwei Ländern in der Europäischen Union hat Österreich noch immer keinen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Kindergarantie vorgelegt. Diese hat das Ziel, soziale Ausgrenzung zu verhindern und wirksam gegen Kinderarmut vorzugehen. Österreich ist hier nicht nur gegenüber der EU säumig, sondern vor allem gegenüber den Kindern und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind.

„Als christliche Kinderorganisation appellieren wir an die Regierung und Politik, aktiv zu werden und sich entschlossen für eine Gesellschaft einzusetzen, die allen Kindern und Jugendlichen in Österreich eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft ermöglicht.“, so Grüner abschließend. Es muss sichergestellt werden, dass kein Kind in Österreich benachteiligt wird und die Kinderrechte für alle Kinder umgesetzt werden.