Die vier Säulen der Priesterausbildung
Die Ausbildung zum Priester ist mit einem Weg vergleichbar und braucht Zeit. Sieben Jahre dauert die gesamte Wegstrecke im Normalfall. Sie gliedert sich in drei Teile:
Propädeutikum (Einführungsjahr in Horn)
Zeit im Priesterseminar und Studium der Theologie (fünf Jahre Universität)
Pastoralpraktikum (ein Jahr Einsatz in einer Pfarre) mit Weihe zum Diakon und Priester
Um dieser Reifung Rechnung zu tragen müssen verschiedene Charaktereigenschaften gestärkt und geformt werden. Vier Säulen tragen zu dieser ganzheitlichen Reifung zum Priesterberuf bei. Sie stehen nicht separat nebeneinander, sondern greifen ineinander.
Menschliche Reifung
Ist die wichtigste Säule, weil sie den persönlichen Charakter betrifft im Umgang mit den Menschen und mit sich selber. Für die anderen Menschen aufrichtig und aufrichtend da zu sein setzt eine große menschliche Reife voraus. Deshalb wird in der Ausbildung großer Wert auf die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit gelegt.
Spirituelle Formung
Das im Studium erworbene theologische Wissen und Lebens-Wissen wird schon im Priesterseminar in die alltägliche Lebens-Gestaltung aufgenommen. Gemeinsam und persönlich versuchen die Studenten "in allem Gott zu suchen und zu finden".
Theologische Bildung
Jeder Glaube braucht ein fundiertes Wissen, so auch die Theologie, deshalb studieren die Kärntner Seminaristen an der Grazer Universität katholische Theologie. Ziel ist es Gott in den Spuren der Zeit und der Überlieferung kennen zu lernen und zu vertiefen und so auf einer wissenschaftlichen Ebene den Glauben kennen und begründen zu lernen.
Pastorale Befähigung
Durch die siebenjährige Ausbildung werden die künftigen Priester befähigt zum Dienst der Verkündigung, zur Feier des Gottesdienstes und zur Leitung der Gemeinde. Mit der Priesterweihe wird ihr Ausbildungsweg abgeschlossen und sie werden für ihren priesterlichen Dienst zu den Menschen gesandt. Natürlich gibt es auch danach eine beständige Fort- und Weiterbildung.

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