29. Mai 2011: Besuch des Apostolischen Nuntius
Mit großer Freude durften wir, die Seminargemeinschaft des Grazer und des Gurker Priesterseminars, zusammen mit Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari und Weihbischof Dr. Franz Lackner OFM den Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen anlässlich seines Besuches in der Diözese Graz-Seckau willkommen heißen.
Der Herr Nuntius stand einer feierlichen Pontifikalvesper in der Hauskapelle des Priesterseminars vor und richtete in seiner Predigt bewegende Worte an die Alumnen.
Darin sprach er vor allem die herausragende Stellung der Eucharistie im Leben eines Priesters an, verwies auf die Rolle des Priesterseminars als Herzmitte der Diözese und führte uns auch den hohen Anspruch vor Augen, als Priester einerseits nach Heiligkeit zu streben, andererseits sich vom Vorbild des guten Hirten leiten zu lassen.
Abschließend legte er den Seminaristen ans Herz den Grundsatz „semper per Mariam ad Christum“ und „cum Petro et sub Petro“ vor Augen: „Immer durch Maria zu Christus“ und ein Dienst in der Kirche geschehe immer „mit und unter Petrus“, d.h. ganz konkret unter seinem Nachfolger, dem Hl. Vater.
Nachdem der Nuntius uns im Namen des Hl. Vaters den Segen erteilte, fanden wir uns im Garten des Seminars zum Aperitif und anschließend zum Festessen im Refektorium ein.
Anschließend kam es zu einer Begegnung im Barocksaal, wo zunächst Bischof Kapellari einen Überblick über das Grazer Priesterseminar, die konkrete Situation der Priesterausbildung in der Steiermark und konkrete Herausforderungen der Seminarzeit und des Priesterseins und Werdens sprach.
Nach den Begrüßungen und kurzen Erläuterungen zum Seminarleben durch die Seminarsprecher bestand die Möglichkeit, Fragen an den Nuntius zu richten, der in seinen Ausführungen einerseits einen interessanten, humorvollen und spannenden Einblick in die Stationen seiner diplomatischen Tätigkeit in Mosambique, Armenien, Georgien, Baltikum usf. gab, und andererseits aus seiner Seminarzeit und Studienzeit am „Germanicum“ in Rom berichtete.
Für uns Alumnen war dieser Tag Bestärkung und Ermutigung, unseren Weg in der Nachfolge Christi weiter zu gehen und in Treue zu Christus Gott und den Menschen zu dienen.
Paul Joseph Markowitsch