Benefiz-Suppenessen in St. Marein
Genießen - teilen - Gemeinschaft erleben
Auch heuer fand im Rahmen des Familienfasttages der katholischen Frauenbewegung Österreichs in der Pfarre St. Marein am 2. Fastensonntag das traditionelle "Benefiz-Suppenessen" statt. Pfarrer Stronski und engagierte Damen des PGR St. Marein hatten köstliche Suppen vorbereitet, die im Anschluss an den Pfarrgottesdienst im stimmungsvollen Säulensaal des Pfarrzentrums verkostet werden konnten. Viele Pfarrangehörige kamen, um die kulinarischen Spezialitäten zu genießen und mit einer Spende gleichzeitig Gutes zu tun. Roswitha Schatz hatte eine köstliche Kartoffelsuppe vorbereitet, über deren Zubereitung sogar Radio Kärnten einen Beitrag brachte. Pfarrer Stronski überzeugte mit seiner würzigen Knoblauchcremesuppe, Petra Weinberger begeisterte mit ihrer Paprikaschaumsuppe, Elisabeth Schatz mit einer vitaminreichen Brennnesselsuppe. Optisch als auch geschmacklich ein Genuss war auch die Karottencremesuppe, meisterlich zubereitet von Eva Weinberger.
Der Familienfasttag ist eine Initiative der katholischen Frauenbewegung Österreichs. Seit 1958 findet er jeweils am 2. Freitag in der Fastenzeit statt. Unter dem Motto „Suppe essen – Schnitzel zahlen“ soll in der Fastenzeit einmal bewusst einfach gekocht und das Ersparte mit notleidenden Frauen in den Ländern des globalen Südens geteilt werden. Dazu gibt es 50 Projekte in 7 Ländern. Im Fokus steht heuer die Partnerorganisation "SEEDS" in Indien, wo besonders in ländlichen Gebieten noch viele Frauen und Mädchen von Armut, Ausgrenzung, Gewalt und Kinderheirat betroffen sind. Besonders trifft dies auf die indigenen Volksgruppen und die Unberührbaren „Dalits“ zu. Die Projektpartner setzen hier an. Frauen lernen ihre Rechte kennen und werden unterstützt, wenn sie sich gegen Gewalt wehren. Durch landwirtschaftliche Schulungen, bei denen ein nachhaltiger und gerechter Umgang mit der Natur vermittelt wird, bekommen die Frauen neben der Stärkung ihres Selbstwertgefühles auch materielle Grundlagen für ein selbstbestimmtes, eigenständiges Leben. Männer sind ebenso aktiv eingebunden. Dabei wird ihnen die Bedeutung partnerschaftlicher Haushaltsführung sowie Sensibilität für Geschlechtergerechtigkeit vermittelt.
"Ich finde es sehr schön, gerade in der Fastenzeit Gutes zu tun, dabei bereichernde Gemeinschaft zu erleben und gleichzeitig köstliche Suppen zu genießen", zeigt sich eine Teilnehmerin begeistert von der Aktion. Auch PGR-Obfrau Eva Fritzl freut sich über die rege Teilnahme und das positive Echo seitens der Besucher. "Besonders danke ich auch den engagierten Pfarrgemeinderatsmitgliedern, die immer wieder viel Zeit und persönlichen Einsatz ins Pfarrleben einbringen", so Fritzl zum Engagement ihres sehr motivierten Teams.