Pfarre

St. Marein

Vielfalt an Gebetsformen zur Glaubensvertiefung

Ein Ort des Segens und der Kraft

Jeden Freitag trifft sich der charismatische Gebetskreis um 19.30 Uhr in der Hauskapelle des Pfarrhofes (© Foto: Pfarre)
Die Hauskapelle des Pfarrhofes als spiritueller Ruheort (© Foto: Pfarre)

Meditative Gebetsformen

Jeden Freitag treffen wir uns in der Filialkirche Siegelsdorf und beten dort den Barmherzigkeitsrosenkranz. Es ist ein spirituelles Angebot der Glaubensvertiefung und der persönlichen Begegnung mit Gott.

Die Hauskapelle des Pfarrhofes ist ebenfalls ein Ort für stille Einkehr und meditative gebete, besonders im Rahmen des Anbetungstages oder der nächtlichen Anbetung.

Auch das folgende Gebet der liebenden Aufmerksamkeit, will eine Anregung sein, das persönliche Gebet zu intensivieren oder neu zu entdecken. Wenn Sie es konsequent über mehrere Wochen versuchen, können Sie viel Kraft und eine neue tiefere Lebenssicht daraus gewinnen. Versuchen Sie es einmal!

Gebet der liebenden Aufmerksamkeit

Das "Gebet der liebenden Aufmerksamkeit" ist eine Form des betenden Rückblicks. Man kann so den vergangenen Tag "beten", eine bestimmte Zeit oder ein Erlebnis. Die Form geht zurück auf Ignatius von Loyola. Im Rückblick auf den Tag geht es darum, bewusster leben zu lernen und Gottes Spuren im Alltag zu entdecken.
1. Ich bereite mich vor
Ich suche mir einen Platz und nehme mir 15 Minuten Zeit. Vielleicht hilft mir eine Kerze, ein Bild oder ein Symbol, mich zu sammeln. Ich versuche, auch mit dem Körper still zu werden. Ich nehme wahr, wie ich jetzt da bin.
Ich richte mich innerlich auf Gott oder Jesus Christus hin aus - so, wie mir das jetzt möglich ist.

2. Ich bitte Gott, dass er mir hilft, mich und meinen Tag heute mit offenen Augen und Ohren wahrnehmen zu können.

3. Ich lasse Vergangenes Vorbeiziehen
Ich schaue auf Ereignisse, Menschen, Tätigkeiten des vergangenen Tages ohne zu werten. Ich schaue, was mich jetzt bewegt und berührt von dem, was ich heute erlebt habe: Wie ist es mir heute ergangen? Was hat mich gefreut? Wofür bin ich dankbar? Was hat mich geärgert? Was war schwer? Wo empfinde ich Ruhe, Unruhe, Vertrauen, Angst, Sehnsucht?

4. Ich wende mich an Gott
Ich spreche zu Gott in eigenen Worten, wie mit einem Freund. Worin fühle ich mich bestärkt? Wo bitte ich um Rat, Trost, Verzeihung oder neue innere Ausrichtung? Wofür darf ich Gott danken? Welche Sehnsüchte möchte ich vor Gott hintragen?

5. Ich blicke auf das Kommende, denke an morgen und bitte Gott um Kraft für meine Aufgabe und ein liebevolles Herz im Umgang mit der Schöpfung und meinen Mitmenschen.

6. Ich schließe ab
Ich spreche vielleicht ein Vaterunser oder mache ein Kreuzzeichen.