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Dekanat Villach-Stadt

Villacher Stadthauptpfarrer Pirker zum Propst vom Virgilienberg (Friesach) ernannt

Festgottesdienst und feierliche Investitur mit Bischof Marketz

Besondere Ehre für Villacher Stadthauptpfarrer: Kons. Rat MMag. Dr. Richard Pirker, Stadthauptpfarrer in Villach-St. Jakob, Leiter des Referates für Priester, Geistlicher Assistent des Katholischen Familienverbandes, des Präsidiums der Katholischen Aktion und des Katholischen Akademikerverbandes, Feuerwehrkurat in Villach und Liturgieverantwortlicher in der ARGE Gottesdienstübertragungen in Radio und Fernsehen, wurde von Diözesanbischof Dr. Josef Marketz der Ehrentitel „Propst der Kollegiatskirche des Hl. Virgil (Virgilienberg) zu Friesach“ verliehen.

Im Rahmen eines Festgottesdienstes am Samstag hat Bischof Marketz Stadthauptpfarrer Pirker die Ernennungsurkunde sowie die Insignien eines Propstes überreicht, zu denen der violett gesäumte Talar, der Ring, das Brustkreuz und das violette Birett (Kopfbedeckung) zählen.

„Die Einsetzung des neuen Propstpfarrers ist eine besondere Verleihung, eine Berufung, mit der eine sehr alte Tradition in der katholischen Kirche in Kärnten bewahrt bzw. fortsetzt wird“, sagte Bischof Marketz in seiner Predigt unter Bezugnahme auf die Geschichte der Propstei Virgilienberg. Durch diese Ernennung eines Propstes für den Virgilienberg werde „in aller Demut gezeigt, dass wir die Tradition fortsetzen und mit unserem Engagement für den geistlichen Aufbau der Kirche ein Zeichen von Zukunft in unsere Gesellschaft senden“, betonte der Kärntner Bischof. Der Dienst eines Propstpfarrers sei immer auch ein Dienst am Volk Gottes. Pirker werde auch als Propst „die Kirche weiter aufbauen und in ihrem Wachstum unterstützen - nicht im materiellen Sinne als Bauwerk, sondern im geistlichen Sinn als christliche Gemeinschaft“, so Bischof Marketz.

Musikalisch gestaltet wurde die hl. Messe vom Chor der Stadthauptpfarre Villach-St. Jakob sowie SolistInnen und Orchester des Musikvereins St. Jakob (musikalische Gesamtleitung: Klaus Waltritsch) mit der „‚Messe in C-Dur, KV 337“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Propst (lat. „propostus“ bzw. „praepositus“ = Vorsteher) ist die ursprüngliche Bezeichnung für den Stellvertreter eines Abtes sowie später auch für den Vorsteher kleinerer Klöster. Heute wird die Bezeichnung Propst meistens für die Vorsteher von Chorherrenstiften verwendet. Außerdem führen den Titel auch Pfarrer an ehemaligen Propstei-, Kloster- oder Stiftskirchen.
Eine Propstei bezeichnet ursprünglich ein Stift, dem ein Propst vorsteht. Mit dem Titel Propsteikirche wird durch den Papst oder den zuständigen Diözesanbischof die besondere historische Bedeutung einer Kirche hervorgehoben. Der Pfarrer dieser Kirche darf dann den Titel Propst führen und eine entsprechende Chorkleidung tragen.