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Dekanat Villach-Stadt

Mehr als eine gewöhnliche Romreise: Pilgern auf franziskanischen Spuren

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

In der zweiten Juniwoche 2026 machten sich 28 Pilgerinnen und Pilger aus mehreren österreichischen Bundesländern gemeinsam auf den Weg nach Rom. Dabei stand nicht nur die Begegnung mit den großen Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt auf dem Programm. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den franziskanischen Spuren in Rom, wodurch auch Orte besucht wurden, die bei klassischen Romfahrten oft verborgen bleiben.

Untergebracht etwas außerhalb des Stadtzentrums boten die Abende Gelegenheit, in ruhiger Atmosphäre zusammenzusitzen, Erlebnisse auszutauschen und die Gemeinschaft zu pflegen.

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Der erste Reisetag führte die Gruppe in das Herz der Weltkirche: den Petersdom. Dort wurde die Heilige Messe gefeiert, bevor ausreichend Zeit blieb, die beeindruckende Basilika auf sich wirken zu lassen. Anschließend standen der Deutsche Friedhof im Vatikan, die Engelsburg und die Piazza Navona auf dem Programm. Nach einer Mittagspause folgte eine Führung im traditionsreichen Priesterkolleg Santa Maria dell’Anima.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Am zweiten Tag führte der Weg zum Lateran, der Kathedrale des Papstes und Mutterkirche aller Kirchen der Welt. Neben der Feier der Heiligen Messe begegnete die Gruppe dort bereits den ersten bedeutenden franziskanischen Erinnerungsorten. Vor mehr als 800 Jahren kam der heilige Franziskus mit seinen ersten Brüdern hierher, um die Bestätigung seiner Lebensform zu erbitten. Anschließend bestand zudem die Möglichkeit, die Papstbasilika Santa Maria Maggiore zu besuchen.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von San Francesco a Ripa. In dieser traditionsreichen Franziskanerkirche konnte die Pilgergruppe nicht nur die Heilige Messe feiern, sondern erhielt auch eine besondere Führung. Besichtigt wurde jener Ort, an dem der heilige Franziskus während seiner Aufenthalte in Rom übernachtet hat. Damals befand sich hier ein Hospiz. Noch heute erinnert dort ein schlichter Stein an die Einfachheit seines Lebens. Für die Gemeinschaft selbst wurde dieser Tag zusätzlich durch ein kleines Jubiläum zu einem besonderen Anlass.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Anschließend führte der Weg vorbei am Circus Maximus bis hin zum Kolosseum. Die Zeugnisse des antiken Rom und der frühen Christenheit hinterließen bei vielen einen bleibenden Eindruck. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der franziskanischen Hochschule Antonianum, wo uns P. David Volgger OFM einen Einblick über den Ort und den Alltag gab.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Der vierte Tag begann mit der Feier der Heiligen Messe in den Katakomben des heiligen Sebastian. Bei einer anschließenden Führung erhielten die Pilger spannende Einblicke in die Geschichte der frühen Christen.

Foto: Monika Dreger
Foto: Monika Dreger

Danach führte der Weg zum Piazza dei Cavalieri di Malta und zur Benediktinerabtei Sant’Anselmo. Ein Spaziergang über den Aventin mit seinem berühmten Orangenhain eröffnete einen eindrucksvollen Blick über die Stadt Rom. Über die Rosengärten ging es weiter zur Mittagspause. Der freie Nachmittag bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, Rom auf eigene Weise zu entdecken und persönliche Schwerpunkte zu setzen.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Den Abschluss des Programms bildete ein Besuch von Tre Fontane. Trotz der derzeitigen Absperrungen bestand die Möglichkeit, in der Basilika des heiligen Paulus die Heilige Messe zu feiern. Schwester Vera gewährte der Gruppe dabei einen besonderen Einblick in die Geschichte dieses bedeutenden Ortes. Anschließend teilte sich die Pilgergruppe: Während einige die Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern besuchten, nutzten andere die verbleibende Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten wie den Trevi-Brunnen oder persönliche Entdeckungen in der Stadt.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Auch die Heimreise hielt noch eine unerwartete Herausforderung bereit. Aufgrund eines Defekts am Bus verzögerte sich die Abfahrt um mehrere Stunden. Doch anstatt die Stimmung trüben zu lassen, bewies die Gruppe einmal mehr ihren starken Gemeinschaftssinn. Mit Geduld, Humor und gegenseitiger Unterstützung wurde auch diese Situation gemeinsam gemeistert, sodass alle schließlich spät in der Nacht wohlbehalten nach Hause zurückkehrten.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich tief berührt von den gemeinsamen Gottesdiensten, den geistlichen Impulsen und den besonderen Begegnungen während der Reise. Das ausgewogene Zusammenspiel von geführtem Programm und persönlicher Freizeit wurde ebenso geschätzt wie die vielen Gespräche und neu entstandenen Freundschaften über Bundesländergrenzen hinweg.

Foto: Ferdinand Dreger
Foto: Ferdinand Dreger

Begleitet wurde die Pilgerreise von P. Moritz Windegger OFM und P. Emanuel Maria Fitz. Für viele wurde diese gemeinsame Woche zu einer Erfahrung, die noch lange nachwirken wird – als Zeit der Glaubensvertiefung, der Gemeinschaft und der dankbaren Begegnung mit Gott an den heiligen Stätten Roms sowie den neuen geschlossenen Freundschaften über die Bundesländergrenzen hinaus.

Ferdinand Dreger
Ferdinand Dreger