Heilig-Haupt-Andacht 2026
15.03. - 23.03.2026
Brief an die Gläubigen
Liebe Gläubige, seit beinahe drei Jahr hunderten wird in der Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt ein Heilig Haupt-Bild verehrt. Von hier ausgehend verbreitete sich die Andacht in ganz Kärnten – ein Zeichen für die Lebendigkeit des Glaubens quer durch die Zeiten. Sie ist nicht Ausdruck von Folklore-Christentum, sondern ein Beleg dafür, dass Men schen nie aufgehört haben, Suchende zu sein – damit aus Ahnungen Gewissheiten und Überzeugungen werden. Das Anliegen bleibt aktuell, und die Sehnsucht ist heute nicht weniger groß als seinerzeit: „Ich will Jesus sehen!“ Wie geht das – heute? Das Anfang 2026 zu Ende gegangene Heilige Jahr trug das Motto: „Pilger der Hoffnung“ und erinnerte an das erste Konzil der Kirchengenschichte in Nizäa, im heutigen İznik in der Türkei. Es stellte klar: Jesus ist Mensch und Gott – „eines Wesens mit dem Vater“. Können und wollen wir das glauben? Und wie geht das: von der Begegnung mit Jesus zum Bekenntnis kommen? Der Jesuit Karl Rahner (1904-1984) sagte einmal in einer Predigt: „In und an Jesus wissen wir, was wir an Gott haben. Anders nicht. (…) Und wenn wir darum sagen wollten, wer unser Gott ist, müssen wir ,Jesus‘ sagen. Wenn wir dieses Wort vergäßen, würde Gott für uns in die finstere Unnahbarkeit verschwinden. Wir Christen aber wissen den endgültigen Namen Gottes: Jesus.“ Ich freue mich auf die Novene in Klagenfurt im März 2026 – um mit Ihnen neue Blicke auf Jesus von Nazareth zu werfen, der mit uns auf unserem Lebens- und Glaubensweg unterwegs sein will. Immer und zu jeder Zeit. Es grüßt Sie einstweilen herzlich P. Andreas Batlogg SJ
„Wofür haltet Ihr den Menschensohn?“
Neue Blicke auf Jesus von Nazareth
4. Fastensonntag - 15.3.
1700 Jahre Konzil von Nizäa (325 n. Chr.): Bekennen wir denselben Jesus („eines Wesens mit dem Vater“)? Wie alte Formeln wieder lebendig werden
Montag - 16.3.
„Was sucht ihr?“: Von Bildern zur Begegnung kommen – und zum Bekenntnis. Jesus sehen, Jesus entdecken, Jesus begegnen, Jesus bekennen
Dienstag - 17.3.
Don Camillos sprechender Christus: „Il crocifisso parlante“. Mit Jesus ins Gespräch kommen – und bleiben
Mittwoch - 18.3.
Christen als GmbH“ (Gesellschaft mit begründeter Hoffnung): Christentum = Jesus Christus.Wir glauben an eine Person, nicht an ein System
Hochfest Hl. Josef - Donnerstag - 19.3.
„Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“: Was sagen die anderen, was sage ich? Jesus braucht Nachfolger, keine Bewunderer
Freitag - 20.3.
Zeige deine Wunde“ (Joseph Beuys): Unterm Kreuz: mit der Mama, den Frauen und Johannes. Bleiben, wenn es weh tut
Samstag - 21.3.
„Sein Tod soll mich prägen“: Mit Paulus zu Jesus dem Christus finden. Intellektuelle Redlichkeit und Glaube
5. Fastensonntag - 22.3.
„Jesus um den Hals fallen“: Ein Vorschlag Karl Rahners. Glaube und Emotionen
Hochfest des Dornengekrönten Hauptes - Montag - 23.3.
„IHS“ (Iesum Habemus Socium): Wir haben Jesus zum Gefährten. Immer und überall
an jedem Tag
- Laudes (7:30 Uhr)
erstes gemeinsames Gebet am Beginn des Tages - Terz (9:30 Uhr)
Gebet am Vormittag sonntags 10:30 Uhr - Sext (12:00 Uhr)
gemeinsames Mittagsgebet - Non (15:00 Uhr)
Gebet am Nachmittag - Gestaltete Gebetszeit (17:00 Uhr)
Anbetung, Lieder, Beichtgelegenheit... - Vesper (18:00 Uhr)
gemeinsames Abendgebet in der Kirche - Rosenkranz (18:30 Uhr)
- Hl. Messe mit Festpredigt (19:00 Uhr)
- persönliches Gebet
nach der Messe - Komplet (21:00 Uhr)
Tagesabschluss - gemeinsames Nachtgebet
Musikalische Gestaltung
- 15.3.: Miramis Semmler Mattitsch,Violoncello Waltraud Dimitrovski, Orgel
- 16.3.: Juventus Musica
- 17.3.: Ensemble Vivace
- 18.3.: Gemischter Chor Grafenstein
- 19.3.: Kirchenchor St. Primus
- 20.3.: Chor der Kärntner Landsmannschaft
- 21.3.: Vokalensemble Kärnten
- 22.3.: Projern Gospel Singers
- 23.3.: Domchor Klagenfurt
Oratio Rhytmica
am 14.03. um 20:00 Uhr
Feierliches Aufstellen des Heilig-Haupt-Bildes