In der erhabenen Gestalt des Menschen
Gruppenausstellung in Krumpendorf
Die Ausstellung in der Christkönig-Kirche Krumpendorf ist von 20 April bis 7. Juni 2026 von 9 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
Diese Gruppenausstellung mit Werken von Keyvan Rooshanbin, Zahra Zamaninie und Zahra Abolhassan bietet die Möglichkeit, Malerei und HDF-Gravuren zu entdecken.
Jedes Werk reflektiert eine einzigartige Erfahrung von Vorstellungskraft, Schöpfung und der Auseinandersetzung mit dem weiten Spektrum menschlicher Existenz und ergänzt die tiefgründigen Konzepte, die im Haupttext der Ausstellung erläutert werden.
Ein Teil des Erlöses durch den Verkauf der Werke kommt der Künstlerin und Komponistin SAEDI zugute. (Weitere Informationen zu SAEDI finden Sie am Ende dieser Seite)
Diese Ausstellung wird von der Pfarre Krumpendorf in Kooperation mit KHG Klagenfurt, Kunst Raum Villach und Klimabündnis Kärnten organisiert.
Eröffnung der Ausstellung:
Sonntag 19. April 2026 um 10 Uhr in der Christkönig-Kirche Krumpendorf im Rahmen des Gottesdienstes
Einladungstext
Zwischen Geburt und Tod,
in dieser kurzen Spanne des Lebens,
in der einmaligen und unwiederholbaren Möglichkeit zu sein
und die Brüche wie auch die Verbindungen unmittelbar zu erfahren,
sucht der Mensch unaufhörlich nach einer vertrauten Spur seines eigenen Selbst.
Er sucht nach Bedeutung -
nach einem Ort der Einkehr,
der ihm auf der gleitenden und unsicheren Oberfläche des Seins
Ruhe und Schutz gewährt.
Diese Ausstellung ist eine Annäherung dreier Künstler*innen
an die unbekannten Dimensionen ihrer eigenen Existenz;
ein Versuch, Präsenz im Sein zu behaupten -
als Mensch:
als ein Mensch, der imaginiert
und seiner Vorstellung im künstlerischen Werk Gestalt verleiht -
und über das eigene Werk staunt,
weil er darin der Unendlichkeit menschlicher Existenz begegnet.
Beschreibung der Künstler*innen:
Keyvan Rooshanbin
Geboren 1981 in Teheran, Iran
Lebt und arbeitet in Kaiserslautern, Deutschland
Ausbildung & Mitgliedschaften:
Abschluss in Visueller Kommunikation
Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK), Deutschland
Mitglied der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern (KWG), Deutschland
Mitglied des Instituts zur Förderung der Bildenden Künste im Iran
Biografie:
Keyvan Rooshanbin ist ein bildender Künstler, dessen Praxis auf der Erforschung des Raums als grundlegendes Element basiert. In seinen Arbeiten wird Raum zu einem Feld, in dem Architektur, Geometrie und mathematische Logik zusammenkommen. Jedes Werk entsteht aus dem Zusammenspiel von Struktur und Leere, Ordnung und Stille.
Raum versteht er nicht als bloßen Hintergrund, sondern als aktive Präsenz, die Bedeutung formt. Architektur fungiert in seiner Arbeit als visuelle Sprache, artikuliert durch Linien, Flächen und Proportionen. Geometrie und Mathematik sind dabei nicht nur Werkzeuge, sondern Denkweisen, die seine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch, Umwelt und Zeit prägen.
Seine künstlerische Praxis zielt auf ein Gleichgewicht zwischen Form und Denken, zwischen dem Sichtbaren und dem Empfundenen. Die entstehenden Räume laden den Betrachter dazu ein, innezuhalten, zu reflektieren und eine stille, zugleich tiefgehende Präsenz zu erfahren.
Zahra Abolhassan
Geboren 1973 in Teheran, Iran
Lebt und arbeitet in Wien, Österreich
Biografie:
Zahra Abolhassan ist eine bildende Künstlerin mit Sitz in Wien. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunstuniversität Teheran und lebt seit 2008 in Österreich.
Ihre frühen Arbeiten beschäftigten sich mit der Ästhetik der Kunst und ihrer Beziehung zum menschlichen Leben. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ihre visuelle Sprache weiter und näherte sich dem abstrakten Expressionismus an. Heute basiert ihr künstlerisches Schaffen auf einer existenzialistischen Perspektive und umfasst Malerei, Performance, Video- und Objektkunst.
In ihren Werken erscheinen menschliche und tierische Körper als Träger von Erfahrung, Emotion, Schmerz und Verbundenheit. Fragmentierte und verflochtene Formen spiegeln Fragen von Identität und die fortwährende Suche nach Sinn wider.
Zahra Zamaninie
Geboren am 21. Juli 1988
Lebt und arbeitet in Österreich
Biografie:
Zahra Zamaninie ist eine zeitgenössische Malerin und Absolventin der Kunstuniversität Teheran. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn im Iran und entwickelte ihr Werk durch die Teilnahme an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen.
Seit drei Jahren lebt und arbeitet sie mit einem Künstleraufenthaltstitel in Österreich und ist in dieser Zeit aktiv in der europäischen Kunstszene präsent. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Gruppenausstellungen gezeigt, darunter in Finnland (2023), im OKH Vöcklabruck (2024), in Wien (2024) sowie in Villach, Steyr und Vöcklabruck (2025-2026).
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die figurative Malerei mit einem Fokus auf den weiblichen Körper und weibliche Identität. Der Körper erscheint dabei nicht nur als Form, sondern als Träger gelebter Erfahrung, innerer Spannungen und verborgener psychischer Schichten.
Mit einem expressiven, teilweise gestischen Ansatz hinterfragt sie die Grenzen zwischen Innen und Außen, zwischen Individualität und gesellschaftlicher Wahrnehmung.
In ihren Arbeiten wird die weibliche Figur zu einem Raum der Neuverhandlung von Erinnerung, Verletzlichkeit und Stärke - ein Ort, an dem Farbe, Materialität und formale Überzeichnung eine persönliche und zugleich universelle Bildsprache entstehen lassen.
Konzert von SAEDI
Sonntag 7. Juni 2026, 20 Uhr, Christkönig-Kirche Krumpendorf
SAEDI erschafft dunkle, elegante Musik, geprägt von gelebter Erfahrung - Songs, die sich von Chaos zu Klarheit bewegen, von Anhaftung zu Loslösung.
Zwischen Klavier, elektronischen Texturen und einer intimen Stimme verbindet sie Jazz, Trip-Hop und cineastisches Songwriting - und formt daraus präzise, atmosphärische Kompositionen.
Mit ihrer aktuellen Arbeit entwickelt SAEDI eine musikalische Sprache, die von Tiefe, Reduktion und emotionaler Präzision geprägt ist.
Geboren in Teheran und aufgewachsen in Wien entsteht ihre künstlerische Stimme aus einem Leben zwischen kulturellen Welten. Musik ist dabei keine Strategie, sondern eine Notwendigkeit. Ihr Sound verbindet Klavier mit subtilen elektronischen Texturen und bewegt sich zwischen Jazz, Trip-Hop und cineastischem Songwriting. Ihre Arbeit folgt einer inneren Bewegung - von Desorientierung zu Klarheit und Loslösung. Anstatt Emotionen zu inszenieren, zerlegt SAEDI sie. Ihre Stimme bleibt ruhig, nahbar und präzise.
„Die Musik kommt einfach aus mir heraus. Wenn es jemandem gefällt, gut - wenn nicht, mache ich trotzdem weiter.“