Organisation

Referat für Diakone

Diakone stellen sich vor

 (© Foto: Pomprein)
(© Foto: Pomprein)

Geschätzter Besucher!
Ich darf mich Ihnen als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Ständigen Diakone Kärntens vorstellen und möchte Ihnen Einiges über die Entwicklung des Ständigen Diakonat in Kärnten erzählen!

Die Geschichte des Ständigen Diakonates in Kärnten
begann am 23. März 1980 mit der Weihe des unverheirateten Siegfried Leitner zum Ständigen Diakon. Am 04. 10. 1987 wurden die ersten 8 verheirateten Männer von Hwst. Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari im Dom zu Klagenfurt zu Ständigen Diakonen geweiht.

Wenn heute – 25 Jahre nach diesem Ereignis, bereits 50 Ständige Diakone Ihren Dienst in unserer Diözese ausüben, so mag wohl für manchen von Ihnen das Vorbild unserer Mitbrüder „der ersten Stunde“ ein Ansporn für den eigenen Berufungsweg gewesen sein. Mit großer Begeisterung und persönlichem Engagement haben sich also viele Ehemänner und Familien auf einen Weg in die Nachfolge Christi und der Zuwendung zu den Menschen gemacht.  Große Verdienste um den Ständigen Diakonat in der Diözese Gurk hat sich HR. Mag. Martin Bliem als langjähriger Ausbildungsleiter und „Diakon mit Leib und Seele“ gemacht! Sein herzlicher und offener Zugang auf alle Interessenten hat die Ausbildungsjahrgänge mühelos gefüllt und so den Ständigen Diakonat in Kärnten in der Öffentlichkeit bekannt gemacht!

50 Jahre nach Beginn des II. Vatikanischen Konzils feiert also die Kirche Kärntens und ihrer Ständigen Diakone im Jahr 2012  ein „Fest der Freude“ –

„25 Jahre Ständiger Diakonat in der Diözese Gurk“

Um dieses Jubiläum auch würdig zu begehen, sind ab September verschiedene Programmschwerpunkte geplant:

1. eine gemeinsame Busreise der Diakone, ihren Familien und Kandidaten mit unserem Hwst. Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz nach Rom und Assisi (3.-8.9.2012)

2. eine Festakademie im Bildungshaus St. Georgen am Längsee (4.10.2012)

3. eine Studientagung zur Entwicklung des „Ständigen Diakonates“ (16.-17.11.2012)

Neben einigen – als Pastoralassistenten im kirchlichen Dienst angestellten Diakonen, versehen die meisten Diakone Ihren Dienst ehrenamtlich und sind in Ihren Zivilberufen als Religionspädagogen, Angestellte und einem breiten Spektrum verschiedenster Berufe angesiedelt. Das Wirken der Diakone wird von den Gemeinden mit Dankbarkeit und Respekt angenommen!

Die diakonalen und persönlichen Anliegen der 50 derzeit in der Diözese wirkenden Ständigen Diakone werden in der „Arbeitsgemeinschaft der Ständigen Diakone und Ihrer Ehefrauen“ behandelt. Diese wählt lt. Statut alle 5 Jahre einen Vorstand (dem auch die Ehefrauen angehören), der die Anliegen der Ständigen Diakone in der Diakonatskommission vertritt. Hervorzuheben ist das gute und von brüderlichem Geist geprägte Miteinander zwischen dem Diözesanbischof und den Diakonen.

Um die Gemeinschaft zu stärken sind regionale Diakonenkreise in Kärnten installiert worden. So kommt es bei den regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch und zur spirituellen Vertiefung.

Für die Aus- und Weiterbildung der Diakone ist das „Institut für Diakone“ mit den beiden Ausbildungsleitern Dr. Siegfried Muhrer und Mag. Josef Lagler zuständig. Die Weiterbildung gestaltet sich mitunter als recht mühsam – Gründe dafür sind die vielfältigen pastoralen Einsätze in den Heimatpfarren und – was nicht ungesagt sein sollte, das Recht der Familie auf den Gatten, Vater und Großvater! Derzeit befinden sich 12 Kandidaten in der Ausbildung. Diese werden bereits in der Ausbildung in die Gemeinschaft eingegliedert. Die Berufungen zum Ständigen Diakonat sind österreichweit ständig im Steigen begriffen. Dieser Trend ist auch in Kärnten spürbar!

Der Diakonat – wie ich ihn verstehe
Der Diakonat ist eine glaubwürdige Antwort auf die Fragen der Menschen unserer Zeit. Und ein sehr persönlicher Weg in der Nachfolge Jesu Christi. Ein Weg, der aber in seiner persönlichen Ausprägung Spuren in den Pfarrgemeinden hinterlassen hat! Der Diakon – kirchlicher Amtsträger, „pastoraler Nahversorger“ und zugleich Ehemann, Vater, Großvater und Familienerhalter, sieht die reale Lebenswelt unserer Gesellschaft mit sehr kritischen Augen. Diesen Blick für die Sorgen und Nöte der Menschen dürfen wir uns nicht trüben lassen  durch die Möglichkeiten weltumspannender Informationsfülle und Eventstrategien. Unser Gegenüber ist immer ein konkreter Mensch, der sich aufrichtet an dem Beispiel unseres Glaubenszeugnisses und dem wir „Bruder und Schwester“ sein dürfen. Jesus Christus hat uns in der Fußwaschung ein Zeugnis hinterlassen, dem wir uns in unserer diakonalen Tätigkeit nicht entziehen dürfen: „Dient einander, so wie ich Euch gedient habe“. Im „sich Zu- und Hinunterneigen“ zu den Fragenden, Notleidenden, Alten, Kranken und Sterbenden repräsentieren wir Diakone „das dem Menschen zugeneigte Antlitz Gottes“!

Mit großer innerer Freude am Diakonat grüßt alle Besucher unserer Homepage
Diakon Charly Pomprein SMDB