„100 Jahre Kirchenzeitung Nedelja / 100-letnici cerkvenega tednika Nedelja“
Bischof Marketz, Herausgeber Krištof und Chefredakteur Gotthardt betonen Bedeutung der Nedelja für Kirche, Gesellschaft und das Miteinander in Kärnten
Foto: Stefan Reichmann
Klagenfurt, 13. 5. 26 (pgk). Die Bedeutung der slowenischen Kirchenzeitung „Nedelja“ für Kirche, Gesellschaft und das Miteinander in Kärnten stand heute im Mittelpunkt der zweisprachig gestalteten Pressekonferenz anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Kirchenzeitung Nedelja / 100-letnici cerkvenega tednika Nedelja“ mit Diözesanbischof Dr. Josef Marketz, Herausgeber Dechant Kan. Mag. Johann Alois Krištof und Chefredakteur Vincenc Gotthardt in der Bischöflichen Residenz in Klagenfurt. Der Kärntner Bischof, der von 1992 bis 2014 als Leiter der slowenischen Abteilung des Seelsorgeamtes, dem dušno pastirski urad (DPU), auch Herausgeber der „Nedelja“ war, verwies in seinem Statement auf die identitätsstiftende und verbindende Kraft der slowenischen Kirchenzeitung. „Die Nedelja ist in all den Jahrzehnten immer mit der Zeit gegangen. Im Mittelpunkt stand und steht stets die enge Verbindung zu ihren Leserinnen und Lesern“, so Bischof Marketz, der die „Nedelja“ für ihre Offenheit, ihre große kulturelle Vielfalt und ihren Beitrag zu einem wohlwollenden Miteinander der Volksgruppen in Kärnten würdigte. Die Nedelja habe den Kontakt zu den Menschen nie verloren und gebe auch der Jugend entsprechenden Platz, „was positiv stimmt und Mut zum Weitermachen gibt“, so der Kärntner Bischof.
Herausgeber Dechant Krištof gab in seinem Statement einen kurzen Einblick in die Geschichte der "Nedelja", die 1926 von sechs Pfarrern der slowenischen Priestervereinigung Sodalitas im Gailtal/Zilja gegründet wurde und im März 1926 erstmals erschien. Dechant Krištof betonte in besonderer Weise den Beitrag der „Nedelja“ zum Erhalt der slowenischen Sprache in Kärnten. „Durch das Erscheinen in slowenischer Sprache fördert die Nedelja den Erhalt der Muttersprache und der slowenischen Identität in Kärnten“, so der Herausgeber. (Statement von Herausgeber Krištof im
Chefredakteur Gotthardt bezeichnete das 100-Jahr-Jubiläum mit Blick auf Herausforderungen wie zum Beispiel Individualisierung, Digitalisierung und finanzielle Aspekte als „in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert“. Die „Nedelja“ spiegle, so Gotthardt, die sprachliche, kulturelle und künstlerische Beständigkeit der slowenischen Volksgruppe wider „und ist oft das letzte Bindeglied zum Slowenischen, ja manchmal auch zur Katholischen Kirche Kärnten“. Dies sei „Auftrag und Verpflichtung zugleich“. Er sei zuversichtlich, so der Chefredakteur, „dass die „Nedelja“ auch im nächsten Jahrhundert fixer Bestandteil der Medienlandschaft in Kärnten bleibt“ (zum Statement).