Rektorat

Klagenfurt-Don Bosco

Erstkommunion 2011 in Klagenfurt-Don Bosco

Erfahrungen einer Tischmutter und eines Tischvaters

Als beim 1. Elternabend zur Erstkommunion die Frage gestellt wurde, wer als Tischmutter an der Erstkommunionsvorbereitung teilnehmen möchte, war meine Meldung dazu etwas zögerlich. Nun rückblickend betrachtet, nach vielen Stunden mit den Kindern, bin ich dankbar, dass ich mich zu diesem Schritt entschlossen hatte. Diese gemeinsame Zeit brachte mich meinem Kind noch etwas näher und ich konnte die Kirche aus der unverbrauchten Sicht von Kinderaugen wieder neu entdecken. Zu sehen, wie Kinder den Glauben offen annehmen können, war ein unvergessliches Erlebnis für mich.
Daher freue ich mich darauf, die Welt der Kirche und des Glaubens nun gemeinsam mit meinem Kind weiter gehen zu können.
Birgitt Ferlic

Die Aussicht, als Tischmutter einen reservierten Sitzplatz bei der Erstkommunion zu bekommen, schien sehr verlockend, zumal Daniela Fellner-Beer das Angebot auch für Väter eröffnete. In Wahrheit war es herausfordernd, mich abseits von meinem Beruf auf mehrere Kinder im Alter meiner eigenen Tochter einzulassen. Zusammen mit meiner Frau betrachteten wir die gemeinsame Zeit mit den Kindern als eine neue Erfahrung, eine weitere Art, „Freizeit“ miteinander zu verbringen und uns näher zu kommen.
Nach einer sehr turbulenten 1. Einheit konnten wir uns auf die Kinder einstellen und beobachteten, wie sehr die Kinder nach persönlicher Betreuung verlangen, wie kurz die Aufmerksamkeitsspannen sind. Das Basteln an der Erstkommunionkerze waren solche kostbare Einzelminuten, die die Kinder sehr genossen oder die Stationen beim Brotfest usw. Die Kinder waren sehr willig, wir übten ganz praktische Dinge wie Kreuzzeichen und Kniebeuge, lasen Geschichten vor, spielten und sangen gemeinsam, und es ehrte uns, als ein Kind in der Folgestunde sagte: „…das Geschichte erzählen hat mir gefallen“.
Das Konzept in der Pfarre steht auf sicheren Beinen, das war für mich gleich spürbar, der ich zum ersten Mal als Tischvater agiert habe. Das erlaubt auch, sich immer wieder auf neue Tischmütter (und ich ermuntere auch Väter!) einzulassen. So war es angenehm, die Vorbereitungen der einzelnen Treffen zu verwenden und für die eigenen Stunden einzurichten.
Durch das Vertrauen zu meiner Frau konnte ich auch spontane Aktionen starten, als ich z.B. beim letzten Termin (Thema: Abschied) zur Demonstration ohne Gruß den Raum verließ. Die Kinder waren aufgeregt, ich wusste sie bei meiner Frau gut aufgehoben. Die tatsächliche (!) Wiedersehensfreude, als ich den Raum erst nach ein paar Minuten wieder betrat, gehört zu den Erlebnissen, die man nicht kaufen kann, die jeden Aufwand entschädigen und für die ich einfach danke sage. So ist der Erstkommunionstag unseres 4. Kindes auf seine ganz eigene Art und Weise zu einer wunderschönen Feier geworden, die sich ganz natürlich und ohne Stress entfaltete: Von der Messe mit schöner Musik über das gemeinsame Festessen bis zum Baden im Wörthersee.
Christoph Mühlthaler, Kirchenmusiker