Dekanat

Dekanat Villach-Stadt

Was glaubt Kunst?

Podiumsgespräch im Villacher Rathaus 

Die Schnittmenge zwischen künstlerischem Schaffen und dem Glauben an einen Schöpfer stand im Zentrum des letzten „stadtgesprächs“. Drei Künstler*innen ganz unterschiedlicher Disziplinen gaben dabei nicht nur Einblick in ihren Werdegang und ihre Werke, sondern benannten auch die Quellen und das Fundament ihres Wirkens.

Für die Sängerin und Kommunikationswissenschafterin Sabine Neibersch sind das Vetrauen in die eigene Inspiration und Klingen lassen des Körpers für andere bei ihren Auftritten wesentliche Elemente, aus denen die Verbindung zu den Menschen möglich wird.

Der Maler Markus Orsini Rosenberg sucht in seinem Schaffen die tiefe Nähe zur Natur und will die Harmonie von Landschaften darstellen, in die der Mensch noch nicht eingedrungen ist.

Der Goldschmiedemeister Adolf Pobaschnig-Girardi kombiniert seine Arbeit mit seiner künstlerischen Ader und möchte von dem, was ihn berührt, einen Teil hergeben, um auch andere zu berühren.

Die diesjährige Fasteninstallation in der Stadtpfarre Sankt Jakob von Orsini-Rosenberg und die bei der Kirche Sankt Jakob im vorigen Sommer aufgestellte Jakobusstatue von Pobaschnig-Girardi gaben Anlass, sich mit Stadtpfarrer Richard Pirker über deren Entstehungsgeschichte und erwünschte Wirkkraft auszutauschen. Kunst vermöge es, den Blick zu weiten und dabei gleichzeitig bewahrend zu sein, und in der Zeit seine Sprache zu finden, so Pirker.

Moderiert wurde das Gespräch in bewährt geistreicher und feinsinniger Weise von Dechant Herbert Burgstaller.

Im Rahmen der Vortragsreihe „stadtgespräch“ lädt der Verkündigungsausschuss des Dekanats Villach Stadt in Kooperation mit der Stadt Villach zweimal jährlich zu einem gesellschaftsrelevanten Thema. Beim nächsten stadtgespräch am 13. November um 19 Uhr wird der Psychotherapeut Arnold Mettnitzer im Rathaus zu Gast sein.

Text und Fotos: hwd