Pfarre

St. Paul im Lavanttal

Ausstellung 2021

und weitere Kulturangebote

Die Abtei im Paradies

Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal

Eingebettet in die fruchtbare Landschaft des unteren Lavanttales erhebt sich auf einem Felskegel das Stift St. Paul. Wo einst ein römisches Kastell und später die Burg der Spanheimer standen, siedelten 1091 Benediktinermönche.

Das Stiftsmuseum bietet die Möglichkeit, die wechselvolle Geschichte der Abtei an Hand von kostbaren Exponaten kennen zulernen - und bei einer Führung Einblicke ins Klosterleben damals wie heute zu gewinnen. In den historischen Kellergewölben und Räumlichkeiten der ehemaligen Prälatur machen die Bibliothek und zahlreiche Objekte aus der Kunstsammlung das benediktinische Motto ora et labora et lege anschaulich: bete, arbeite, lies.

„SCHATZHAUS KÄRNTENS“

Auch dieses Jahr öffnet das Museum des Benediktinerstiftes St. Paul seine Türen wieder für Besucher! Vom 22. Mai bis zum 26. Oktober lädt der Konvent des Klosters herzlich dazu ein, mehr über die Abtei im Lavanttal zu erfahren. Ist doch das im Jahr 1091 gegründete Stift heute das einzige aktiv bestehende Benediktinerkloster Kärntens, in welchem die dort lebende Mönchsgemeinschaft versucht dem Grundauftrag ihres Ordensgründers St. Benedikt gerecht zu werden: Gott zu suchen und ihn durch ihr gemeinsames Gebet, ihre Arbeit und in der Begegnung mit ihren Mitmenschen zu verherrlichen.

Ausstellung 2021

„Zur Hölle mit dem Himmel?“

Die Geschichte der Seuchen zwischen Bangen und Hoffen

Die Geschichte der Menschheit kennt zahlreiche Zeiten von Seuchen und Krankheiten, die ganze Landstriche leerfegten. Sie kennt aber auch das stete Ringen um Heilung und die Erkenntnisse der Naturkunde und Medizin. Kriege, Hungersnöte und Naturkatastrophen gelten als Nährboden heimtückischer Krankheiten, die als Pandemien den gesamten Planeten heimsuchten und kaum ein Land verschont ließen. Großes Elend prägte Generationen und führte zu drückender Angst unter den Menschen.

Paracelsus, der Schüler an der nahe gelegenen Domschule zu St. Andrä gewesen ist, gewann durchbrechende Erkenntnisse im Bekämpfen der Pest und gilt als einer der großen Pioniere medizinischer Forschung in Europa. Später folgten bedeutende Ärzte wie Robert Koch, Alexander Flemming oder Emil von Behring. Sie alle widmeten sich mit Hingabe dem Kampf gegen die großen Epidemien. Die Angst vor den Seuchen führte vor allem im Mittelalter zu gewaltigen Pilgerbewegungen, die teilweise bis heute lebendig sind. Wo die Medizin an ihre Grenzen stieß, wurde der Ruf nach Gott laut. Heiligen wurde Heilkraft zugesprochen und bedeutende Gnadenorte zogen Millionen von Wallfahrern an. Das stockende Blut des Januarius, so glaubte man, kündete Unheil für die Stadt Neapel an und die Heilige Corona wurde als Helferin bei Pandemien angerufen. Gegenwärtig plagt die Erde Covid19. Die Geschichte zeigt aber, dass nach dem Abklingen der Seuchen das Leben wieder hochgehalten wurde und alle zur Erkenntnis kamen: Das Leben ist ein Fest!

Ein spannender Streifzug durch die Geschichte der Seuchen zeigt, dass trotz aller mit ihnen verbundener Schwere diese zum Leben gehören und ein steter Begleiter des Menschen sind, dass sich die Menschheit aber niemals durch sie unterkriegen ließ, sondern immer wieder zu neuer Lebensfreude erwachte.

Stift St. Paul, 22. Mai bis 26. Oktober 2021.

Öffnungszeiten:

Mittwoch – Samstag: 10.00 bis 16.00 Uhr

Sonntag: 11.00 bis 17.00 Uhr

Ruhetage: Montag und Dienstag, wenn Werktag

Führungen für Gruppen jederzeit nach Voranmeldung

Kontakt:

Benediktinerstift St. Paul

Hauptstraße 1

9470 St. Paul

T: +43 4357 2019 DW 10 oder DW 40

E: ausstellung@stift-stpaul.at

Weitere Highlights:

Romanische Basilika, Barock- und Kräutergarten, Cafe im Barockgarten

Konzerte des St. Pauler Kultursommers unter: www.kuso@kuso-stpaul.at

Benedikt Pilgerweg: www.benedikt-bewegt.at