Pfarre

Althofen

Kalvarienbergfest in Althofen – Wo das Kreuz zum Zeichen der Hoffnung wird!

Es war ein Fest, das Glauben, Dankbarkeit und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verbunden hat.

Unzählige Menschen waren auf den Kalvarienberg in Althofen gekommen, um vor der wunderschönen Kalvarienbergkapelle unter freiem Himmel das Patrozinium zu feiern und den mit viel Liebe und großem Engagement neugestalteten Kreuzweg zu segnen.

Schon beim Ankommen war zu spüren, dass dieser Tag mehr sein sollte als die Einweihung eines renovierten Kreuzweges.
Menschen begegneten einander und versammelten sich an einem Ort, der seit Generationen von Gebet, Vertrauen und Hoffnung erzählt.

Alexander Krassnitzer von den Freunden des Kalvarienberges hieß die Festgemeinde herzlich willkommen.
Auch der Bürgermeister der Stadt Althofen, Dr. Walter Zemrosser, und MMag. Wilhelm Mitterdorfer für die Pfarre Althofen richteten Grußworte an die zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Dann wurde der Platz vor der Kapelle zu einer großen Kirche unter freiem Himmel.
Pfarrprovisor Dr. John Opara feierte die Heilige Messe gemeinsam mit Kaplan Ajayan Joseph und Diakon Wolfgang Kahle.
Den Altardienst versahen Pastoralassistentin Sabine Kahle sowie die Ministrantinnen und Ministranten Cosima, Gregor und Lorenz.

Für eine besonders festliche Atmosphäre sorgten die Singgemeinschaft Althofen unter der Leitung von Arnold Ruhdorfer und ein Klarinettenensemble der Stadtkapelle Althofen.
Musik, Gebet und die besondere Umgebung verbanden sich zu einer Feier, die viele Menschen berührte.

Ein Kreuzweg mitten durch unser Leben!

In seiner Predigt erinnerte Diakon Wolfgang Kahle daran, dass ein Kreuzweg nicht nur von längst vergangenen Ereignissen erzählt.
Die Stationen des Kreuzweges Jesu berühren auch die Stationen unseres eigenen Lebens.

Jeder Mensch kennt Wege voller Freude und Dankbarkeit, aber auch Zeiten, in denen das Weitergehen schwerfällt.
Krankheit, Enttäuschung, Einsamkeit, Abschied und Trauer gehören zu unserem Leben. Manche Kreuze sind sichtbar, andere tragen Menschen still und verborgen in ihrem Herzen.

Gerade dort bleibt Gott nicht auf Abstand. Er geht mit. Er kennt unsere Wunden, unsere Fragen und unsere Tränen.
Und weil der Weg Jesu nicht in der Dunkelheit des Karfreitags endet, liegt über jedem Kreuzweg bereits das Licht des Ostermorgens.
Das Kreuz wird so zum Zeichen einer Liebe, die stärker ist als Leid und Tod.

Der neugestaltete Kreuzweg am Kalvarienberg soll deshalb ein Ort sein, an dem Menschen
innehalten, beten und das, was ihr Leben bewegt, vor Gott tragen können.

Unter den Segen Gottes gestellt!

Vor dem feierlichen Schlusssegen versammelte sich die Festgemeinde bei der letzten Station des Kreuzweges.
Dort wurde der neugestaltete Kreuzweg symbolisch gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.
Was Menschen mit ihren Händen erneuert und bewahrt hatten, wurde nun unter den Segen Gottes gestellt.

Als anschließend das gemeinsame „Großer Gott, wir loben dich“ über den Kalvarienberg erklang, fand die liturgische Feier einen eindrucksvollen Abschluss.

Danach kamen die Menschen im Festzelt bei Speis und Trank zusammen. Die Stadtkapelle Althofen begrüßte die Gäste mit einem Platzkonzert und sorgte für einen stimmungsvollen Ausklang dieses besonderen Festtages.

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gilt allen, die mit ihrer Arbeit, ihren Ideen, ihrer Unterstützung und vielen helfenden Händen zur Erneuerung dieses wunderschönen Kreuzweges beigetragen haben, sowie allen, die dieses Kalvarienbergfest vorbereitet, mitgestaltet und mitgefeiert haben.

Denn am Ende bleibt mehr als ein wunderschön erneuerter Kreuzweg.
Es bleibt ein Ort, der uns daran erinnert, dass unser Leben viele Stationen kennt – und dass Gott an keiner einzigen davon an uns vorübergeht.

PAss Sabine Kahle