“Prayer Spaces in Schools” am Schulzentrum Althofen

Räume der Stille und des Nachdenkens im Lebensraum Schule

Von 19. bis 23. Jänner 2026 war das Team der Schulpastoral der Diözese Gurk mit dem Projekt „Prayer Spaces in Schools“ zu Gast an der Mittelschule und Polytechnischen Schule in Althofen.

„Prayer Spaces in Schools“ ist ein Angebot der Schulpastoral – einem Teilbereich der Jungen Kirche, der sich der Seelsorge an Schulen widmet. Schulen haben die Möglichkeit, dieses Projekt zu buchen, bei dem für eine Woche ein Raum in einen besonderen Erfahrungsort verwandelt wird: einen „Prayer Space“ mit vielfältigen kreativ gestalteten Gebets- und Reflexionsstationen.

Freund*innen basteln mit Plüschdraht (Foto: Carmen Heller)
Freund*innen basteln mit Plüschdraht (Foto: Carmen Heller)

Diese Stationen laden Schüler*innen ein, innezuhalten und sich mit Fragen des eigenen Lebens, mit Sorgen, Hoffnungen und Sehnsüchten sowie mit Themen unserer Welt auseinanderzusetzen – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit. Dabei entsteht ein geschützter Raum, in dem persönliche Gedanken Platz haben und neue Perspektiven wachsen können.

Gott Fragen stellen an der Blubbersäule (Foto: Carmen Heller)
Gott Fragen stellen an der Blubbersäule (Foto: Carmen Heller)

Initiiert wurde das Projekt von den Religionslehrerinnen Gabriele Pewal und Bettina Steiner, die das Angebot an ihre Schule holten und die Umsetzung während der gesamten Woche mit großem Engagement begleiteten.

Besonders für die Schüler*innen der Polytechnischen Schule erwies sich das Projekt als wertvoll. In einer Lebensphase, in der viele vor dem Einstieg ins Berufsleben stehen, werden Fragen nach dem eigenen Weg, nach Sinn und Zukunft immer drängender. Der Prayer Space bot ihnen die Möglichkeit, sich diesen Fragen in Ruhe zu nähern.

Schüler*innen vor der “Klagemauer“ (Foto: Carmen Heller)
Schüler*innen vor der 'Klagemauer' (Foto: Carmen Heller)

Aber auch die Mittelschüler*innen nahmen das Angebot mit großer Offenheit an. Die Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll, wie sehr die Stationen zum Nachdenken angeregt haben:

Bildunterschrift (Bildrechte sind zwingend anzugeben!)
Dankesbrief und Reflexion einer Schülerin (Foto: Carmen Heller)

„Ich danke euch für diese schöne Stunde. Diese Stunde hat mich zum Nachdenken gebracht“, schreibt eine Schülerin.
Ein anderer Schüler berichtet: „Mir hat der Raum sehr gefallen. Danke für die tollen Ideen. Die Lichtsäule war cool. Ich habe über Sachen nachgedacht, über die ich sonst eigentlich nie nachdenke. Und das alles ohne Stress.“

Besonders berührend sind Rückmeldungen wie: „Ich würde mich freuen, wenn ihr noch einmal an unsere Schule kommt.“, oder "So einen Raum sollte es an unserer Schule immer geben."

Schulpastoral – Begleitung im Lebensraum Schule

Schulpastorale Angebote sind ein wichtiger Ausdruck kirchlicher Präsenz im Lebensraum Schule. Sie nehmen junge Menschen in ihren Fragen, Zweifeln und Hoffnungen ernst und begleiten sie auf ihrem persönlichen Weg.

Im Kontext der Jungen Kirche versteht sich Schulpastoral als Einladung, dem eigenen Leben Tiefe zu geben und sich auch spirituellen Dimensionen zu öffnen. Gerade Formate wie „Prayer Spaces in Schools“ ermöglichen niederschwellige Zugänge zu Glauben und Spiritualität, ohne zu überfordern oder vorzugeben.

Die Erfahrungen am Schulzentrum Althofen zeigen deutlich: Solche Räume werden gebraucht. Sie schenken Zeit zum Innehalten, eröffnen neue Perspektiven und lassen junge Menschen spüren, dass ihre Fragen und Gedanken Platz haben.

So wird Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum, in dem Leben, Sinn und Glaube zur Sprache kommen dürfen.